FMA kritisiert Bedingungen für Wohnungskredite

Die österreichische Finanzmarktaufsicht kritisiert die Vergabepraxis bei Wohnungskrediten und deutet strengere Auflagen für Banken an.

FMA kritisiert Bedingungen für Wohnungskredite

Die Vorstände der Finanzmarktaufsicht (FMA) sorgen sich weiterhin um die Situation am Markt für Wohnungskredite und erwägen striktere Auflagen für die Banken. "Wenn das so weitergeht, wird etwas kommen," betont FMA-Vorstand Helmut Ettl. Auf konkrete Maßnahmen oder einen Zeitpunkt dafür wollten sich die Vorstände aber nicht festlegen.

Der Trend der Preisentwicklung am Wohnungsmarkt sei ungebrochen. Gleichzeitig sei die Wohnbaufinanzierung eines der stärksten Segmente der Banken. "Wo wir uns wirklich Sorgen machen, ist, dass die Kreditbedingungen nicht entsprechend nachhaltig genug gestaltet sind," sagte Ettl. Das betreffe das Eigenkapital, das notwendig ist, wie viel Einkommen für den Zinsendienst eingesetzt werden müsse und die Laufzeiten. Bei den Laufzeiten gebe es zwar derzeit einen Stopp, aber bei den anderen beiden Bereichen, "da machen wir uns Sorgen", so Ettl.

Kreditempfehlungen der FMA

Die Empfehlungen des Finanzmarktstabilitätsgremiums liegen aktuell bei einer Eigenfinanzierung von mindestens 20 Prozent, einer Laufzeit von maximal 35 Jahren und einer Schuldendienstquote von 30 bzw. im Ausnahmefall 40 Prozent. "Da werden wir die Einhaltung viel strikter adressieren", so FMA-Vorstand Eduard Müller. Man habe bereits begonnen, dies in Gesprächen mit der Wirtschaftskammer sowie mit dem Management der Banken zu thematisieren.

Besonders kritisch bewertet Ettl Abschlüsse für Wohnkredite mit variablen Zinssätzen. "Wir haben immer noch verdammt viele Neuabschlüsse mit variablen Zinsen", so der FMA-Vorstand. Das sei im derzeitigen Zinsumfeld, in dem die Zinsen fast nicht mehr sinken könnten, "einfach nicht adäquat."

Andreas Wimmer, Vorstand C-Quadrat

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