Immofinanz verkauft Wipark: Breiteneder und Apcoa am Garagengeschäft interessiert

Zuerst kam das Bürohaus „City Point“ in Wien-Mitte um 93 Millionen Euro unter den Hammer, jetzt muss die Immofinanz wegen ihrer klammen finanziellen Lage noch weitere Vermögenswerte veräußern: Wie FORMAT erfuhr, läuft derzeit ein zweistufiger Verkaufs­prozess für die Immofinanz-Tochter Wipark. „Der Prozess befindet sich in der zweiten Stufe. Es gibt sehr viele Interessenten. In den nächsten Wochen wird es aber bereits einen Abschluss geben“, bestätigt Immofinanz-Sprecher Helmut Brandstätter.

10.600 Stellplätze
Unter den Bietern für das lukrative Garagengeschäft dürfte neben mehreren Betreibern wie etwa der Apcoa, hinter der die Wiener Stadtwerke stehen, auch die Wiener Immobilienunternehmerin Bettina Breiteneder ( im Bild ) sein. Breiteneder, deren Familie mit Parkhäusern reich wurde, will sich auf Anfrage dazu nicht äußern. Wipark besitzt rund 10.600 Stellplätze in Tief­garagen wie auf der Freyung in der Wiener City und am Westbahnhof. 2007/08 ­lukrierte der Konzern mit Standorten in Wien, Graz und Budapest rund elf Millionen Euro.

Enormes Interesse
Neben der Wipark laufen derzeit auch die ­Verkäufe von mehreren Zinshaus-Paketen in ­attraktiven Wiener Innenstadtlagen. Eine große Liegenschaft der Immofinanz wechselte dabei ­bereits zu Jahresende den Besitzer: Botschafter Max Turnauer, Bruder der Ex-Constantia-Privatbank-Eignerin Christine de Castelbajac, erstand ein prachtvolles Zinshaus Am Heumarkt in Wien-Landstraße. „Turnauer war Bestbieter“, wird in Immofinanz-Kreisen betont. Noch zu haben sind mehrere Objekte wie etwa direkt am Karlsplatz, am Rudolfsplatz und am Schottenring. Wie bei der Wipark dürfte das Interesse, vor allem von Privatinvestoren, enorm sein. „Die Verhandlungen laufen“, meint Brand­stätter knapp. Parallel pokert die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) um das Justizzentrum und mehrere andere Immofinanz-Objekte, in denen der Bund Mieter ist.

Von Barbara Nothegger

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