Was sich 2016 bei der Immobilienertragsteuer ändert

Was sich 2016 bei der Immobilienertragsteuer ändert

Der Begutachtungsentwurf zur Steuerreform bringt auch in Punkto Immobilienertragssteuer, neben den bisher bekannten Details, weitere wesentliche Änderungen. Was das für die Immo-ESt, Verlustausgleich bedeutet und wie man sich bei Veräußerungsverlusten noch rasch den bestmöglichen Vorteil sichert.

Änderungen bei der Immobilienertragssteuer

Erhöhung auf 30 Prozent.
Die Immobilienertragssteuer (Immo-ESt) wird auf 30 Prozent erhöht. "Dadurch kommt es auch bei Altfällen zu einer Steigerung der effektiven Steuerbelastung von 3,5 % auf 4,2 %, bei Umwidmungen auf 18 %", erläutert Gottfried Sulz, Steuerberater bei TPA Horwath. Zusätzlich entfällt der 2 %ige Inflationsabschlag, der bei der Veräußerung ab dem 11. Besitzjahr geltend gemacht werden konnte, künftig.
Keine Erhöhung für Körperschaften
Die Erhöhung der Immo-ESt wird bei Privatpersonen für Immobilien sowohl des Privat- als auch des Betriebsvermögens gelten. Diese gilt jedoch nicht für Körperschaften (hier bleibt es bei 25 % KöSt) oder Privatstiftungen (25 % Zwischensteuer).
Erhöhung des Verlustausgleichs
"Sollte aus einem Immobilienverkauf ein Verlust entstehen, so kann dieser im betrieblichen Bereich ab 2016 zu 60 Prozent, anstelle von bisher zur Hälfte, mit progressiv besteuerten Einkünften verrechnet werden", erläutert TPA-Horwath-Experte Sulz.
Verteilung des Verlustausgleichs auf 15 Jahre
Im außerbetrieblichen Bereich wird zusätzlich zur Verrechnungsmöglichkeit von 60 Prozent eines Veräußerungsverlustes mit (anderen) Mieteinkünften auch eine Verteilung von 60 Prozent des Verlustes auf 15 Jahre auf Antrag möglich sein. Eine derartige „Verteilungsoption“ kann bis zum siebenten Jahr nach Verlustentstehung in der Steuererklärung beantragt werden. In diesem Fall können die noch „offenen 15tel-Beträge“ mit Mieteinkünften verrechnet werden.

TPA Horwath-Tipp:
Selbst wenn Sie (noch) keine Mieteinkünfte haben, können Sie bei Erzielung eines Veräußerungsverlustes aus einer Immobilie „vorsorglich“ einen Antrag auf Verteilung in der Steuererklärung stellen, um sich den Verlustausgleich gegebenenfalls für später zu sichern.

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