FORMAT berichtet: Frau von ÖBB-Boss Huber
verkauft umstrittene Immobilie an Seeste

Barbara Huber-Lipp, die Ehefrau von ÖBB-Chef Martin Huber, hat ihre Anteile an der Immobilie am Wiener Schillerplatz 4 um kolportierte elf Millionen Euro an die niederösterreichische Baugruppe Seeste verkauft. Das bestätigt Seeste-Chef Michael Möstl gegenüber FORMAT: "Wir haben Teile der Liegenschaft übernommen."

Huber-Lipp hatte drei Stockwerke und das Dachgeschoss des Objektes in der Wiener City im Sommer 2006 von der Telekom Austria 2006 um 5,8 Millionen Euro erworben. Der jetzige Verkaufspreis liegt damit um rund fünf Millionen Euro höher, schreibt FORMAT. Huber-Lipp gehörten 25 Prozent der "Schillerplatz 4" Projektentwicklungs GmbH. Zwei Drittel hält der Steuerberater Josef Ischepp treuhändisch. Ob diese dem Ehepaar Huber zuzurechnen sind, ist unbekannt.

Heikel ist die Causa vor allem deswegen, weil die Gießhübler Firma Seeste von den ÖBB auch ein großes Grundstück am künftigen Wiener Hauptbahnhof gekauft hat und dort zwei Bürotürme baut. Den Zuschlag erhielt Seeste gegen harte Konkurrenz, was im ÖBB-Aufsichtsrat die Frage aufwarf, ob der jetzige private Deal von Frau Huber-Lipp damit im Zusammenhang steht. FORMAT berichtet, dass ÖBB-Präsident Horst Pöchhacker jetzt die Anwältin Sieglinde Gahleitner mit einer Prüfung der Causa beauftragt hat.

Huber argumentiert intern, dass Seeste beim Hauptbahnhof zum Zug kam, weil die Firma sofort einen Kaufvertrag samt Bankgarantie unterschrieb, während andere Interessenten nur eine Option haben wollten. Die Geschäfte seiner Frau hätten damit nichts zu tun.

Die ganze Story lesen Sie im aktuellen FORMAT Nr. 3/08!

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