FORMAT berichtet: Ehefrau von ÖBB-Boss Huber macht Geschäft mit Ex-TA-Immobilie

Die "Schillerplatz 4" Projektentwicklungsges.m.b.H., deren geschäftsführende Gesellschafterin Barbara Huber-Lipp, Ehefrau von ÖBB-Vorstand Martin Huber ist, steht vor einem lukrativen Immobiliengeschäft. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe.

Die genannte Gesellschaft hat im März vergangenen Jahres von der Telekom Austria die Stockwerke vier, fünf und sechs, sowie das Dachgeschoß eines Palais am Schillerplatz erworben. Laut dem FORMAT vorliegenden Jahresabschluss der Gesellschaft zum 30. Juni 07 hat sie mittels eines Kredites der RLB OÖ dafür rund 5,8 Millionen Euro bezahlt.

Jetzt ist das Palais wieder am Markt, schreibt FORMAT. Laut einem dem Magazin vorliegenden Entwurf für einen Abtretungsvertrag sowie einem Kaufoffert einer namhaften österreichischen Immobiliengesellschaft wird der Kaufpreis nun jedoch bei elf bis zwölf Millionen Euro liegen.

Hauptinteressent ist laut FORMAT die niederösterreichische Bau- und Immobiliengruppe Seeste, die bei den ÖBB nicht unbekannt ist. Die Seeste ist Partner der Bahn am neuen Wiener Hauptbahnhof und wird dort zwei Wolkenkratzer errichten. Seeste-Geschäftsführer Michael Möstl bestätigt sein Interesse und das Transaktionsvolumen auf FORMAT-Anfrage: "Irgendwo zwischen elf und zwölf Millionen Euro wird sich das abspielen."

Schon die Übernahme der Immobilie durch Barbara Huber-Lipp und ihren Partner, den Steuerberater Josef Ischepp war umstritten gewesen, schreibt FORMAT. TA-Vize-General Rudolf Fischer fungierte damals auch als ÖBB-Aufsichtsrat, außerdem gelten die Hubers und die Fischers als eng befreundet. Sowohl Martin Huber als auch Rudolf Fischer hatten den vom SP-Rechnungshofsprecher Kräuter erhobenen Vorwurf der "Packelei" zurück gewiesen. Kaufsumme wurde damals keine genannt.

Wie es zu der enormen Wertsteigerung in so kurzer Zeit kommen konnte, wollten Huber-Lipp und ihr Anwalt Dieter Böhmdorfer nicht sagen. Sie waren gegenüber FORMAT zu keiner Stellungnahme bereit.

Zu einer Klarstellung war die TA bereit. Von FORMAT mit der Frage konfrontiert, ob hier eine Immobilie zu billig an Freunde eines TA-Vorstandes verschachert worden sei, sagte Sprecher Martin Bredl: "Wir sind mit unserem damaligen Verkaufserlös zufrieden. Die neuen Eigentümer haben die Immobilie weiter entwickelt, was zu der Wertsteigerung geführt hat. Die TA selbst betätigt sich nicht als Immobilienentwicklerin."

Eine solche Entwicklung geht auch aus dem Jahresabschluss der Gesellschaft hervor, schreibt FORMAT. Die "Schillerplatz 4" hat einige hunderttausend Euro in Pläne für einen Dachgeschoßausbau zu Luxuswohnungen investiert, sowie Genehmigungen der Baubehörden und des Denkmalschutzamtes beigebracht.

Huber-Lipp hält 25 Prozent an der Gesellschaft, Steuerberater Ischepp, dem Vernehmen nach als Treuhänder, 75. Für wen Ischepp die Anteile hält, ist unbekannt.

Die ganze Story lesen Sie in FORMAT 47/07!

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