Vorboten der Immokrise: Italo-Nachfrage bricht ein

In Italien ist die Nachfrage nach Immobilien in zweistelliger Höhe gesunken. Es könnte noch heftiger kommen. Zahlungsausfälle bei Mieten könnte dem Markt zusetzen. Das wird in weiterer Folge auch auf die Preise drücken. Was für Österreich prognostiziert wird und wie China aus der Krise kommt.

Vorboten der Immokrise: Italo-Nachfrage bricht ein

In Mailand und vielen anderen italienischen Städten knirscht es bei der Nachfrage im Gebälk.

Die Entwicklungen am Immobilienmarkt in Italien verheißen nichts Gutes. Der italienische Immobiliensektor rechnet infolge der Coronavirus-Krise mit starken Einbrüchen. Allein heuer dürfte die Zahl der Immobilientransaktionen von 604.000 auf 494.000 fallen. Auf diesem Niveau dürften die Geschäfte voraussichtlich auch 2021 bleiben, geht aus einer Studie des Wirtschaftsinstituts Nomisma hervor.

20 Prozent weniger Transaktionen
Nach einem Transaktionsrückgang von circa 20 Prozent im ersten Quartal 2020 dürfte der Rückgang im ersten Halbjahr sogar bis zu 50 Prozent betragen, berichtete Nomismas Geschäftsführer, Luca Dondi. 2,5 Millionen Familien seien am Erwerb einer Eigentumswohnung interessiert, lediglich 625.000 würden jedoch über ein ausreichendes Einkommen dafür verfügen.

40 Prozent könnten Zahlungsschwierigkeiten bekommen
In den kommenden zwölf Monaten rechnen über 40 Prozent der italienischen Familien mit Problemen bei der Zahlung der Miete. 11,9 Prozent sind bereits mit der Rückzahlung von Wohnungskrediten in Verzug geraten, 32,7 Prozent befürchten Schwierigkeiten in den nächsten Monaten.


Der italienische Immobilienmarkt hatte sich erst vor Kurzem von einer langen Rezessionsphase nach der Wirtschaftskrise erholt. Die Italiener hatten in den letzten Jahren wieder mehr Kredite aufgenommen, um den Erwerb einer Wohnung zu finanzieren.

Österreich: Sinkende Mieten möglich
Für Österreich rechnet Raiffeisen Immobilien ebenfalls, je nach Dauer und Schwere der Rezession - infolge sinkender Nachfrage mit Preissenkungen bei Mieten. Bei Eigentumswohnungen sei in bestimmten Segmenten wie Kleinwohnungen trotz Krise weiterhin mit Preissteigerungen zu rechnen.

Deutschland: Kaum Stundungen bei Mietern nötig
Anders jedoch die Entwicklung bisher in Deutschland. So meldet etwa Deutschlands größter Wohnungsverwalter Vonovia ein vergleichsweise gut laufendes Geschäft. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus gab es bisher nur wenige Mietpreisstundungen. Und so verzeichnete das Unternehmen im ersten Quartal erneut einen Gewinnanstieg.

Immobilienverkäufe in China boomen wieder

Ganz anders die Situation in China, das Land das als erstes die Corona-Pandemie nahezu überstanden hat. So ist der chinesische Immobilienverkäufe wieder im Aufwind. Die wöchentlichen Verkaufszahlen der 36 größten Städte nähern sich laut Dolphinvest langsam wieder dem Vor-Covid-19-Niveau. Renommierte Bauträger haben für April sogar ein Umsatzwachstum von über 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr gemeldet. Auch der Grundstücksmarkt profitiert von einer kräftigen Belebung. Laut dem China Real Estate Index System (CREIS) stieg die Gesamtzahl der Transaktionen in 300 Städten von Wohnbauland wertbezogen im Monatsvergleich um 142 Prozent und im Jahresvergleich um 24 Prozent. Das zeigt, wie optimistisch die größten Immobilienunternehmen die Aussichten für den Sektor einschätzen, so Dolphinvest.

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