Die Grenzen der Neugier

Die Grenzen der Neugier

Die perfekte Mietwohnung ist gefunden, der Mietvertrag unterschriftsfertig. Doch bevor der Vertrag besiegelt werden kann, will der Vermieter noch genau wissen, wen er da in seine Wohnung lässt. Doch auf welche Fragen muss der potenzielle Mieter Auskunft geben, und wo darf er die Wahrheit elegant umschiffen?

Grundsätzlich werden Vermieter eher Mieter bevorzugen, die eine freiwillige Selbstauskunft geben. Diese kann einerseits mittels standardisiertes Formulars, aber auch mündlich erfolgen. Wollen sich Vermieter vergewissern, einen solventen Mieter an Land gezogen zu haben, sind Fragen nach dem Beruf, dem Arbeitsverhältnis und zum Nettoeinkommen zulässig. Auch der Wunsch nach Vorlage der letzten Gehaltszettel ist zulässig, schließlich geht es ja um die Absicherung der Miete und der Kaution. Grundsätzlich gilt, dass Fragen, die sich auf das Mietverhältnis beziehen, auch wahrheitsgemäß beantwortet werden müssen. Dazu zählen auch Familienstand und Anzahl der mit einziehenden Kinder/Personen. Schließlich wird eine Zweizimmerwohnung in den Augen der meisten Vermieter nur bedingt für eine fünfköpfige Familie geeignet sein.

Ruhig schwindeln darf man, wenn die Frage nach einer zusätzlichen Bürgschaft für die Wohnung (und damit einer doppelten Absicherung des Eigentümers) kommt. Sie gilt als "unstatthaft“. Eine Falschauskunft hat daher keine rechtlichen Folgen.

Auch die Familienplanung geht den Vermieter (wenn dieser beispielsweise keine Kinder in der Wohnung wünscht) nichts an, und ob der Mieter raucht, darf den Wohnungseigentümer ebenso nicht interessieren. Daher dürfen Raucher ruhig behaupten, dem Glimmstängel abhold zu sein. Religion, politische Einstellungen, Krankheiten und persönliche Vorlieben sind Privatsache. Ein zweischneidiges Schwert hingegen sind Haustiere. Tiere, die in Behältnissen gehalten werden, etwa Vögel, Fische, Hamster oder Schildkröten, sind erlaubt, auch ohne den Vermieter darüber in Kenntnis zu setzen. Daher darf die Frage nach den tierischen Mitbewohnern auch elegant umgangen werden.

Von Ulrike Moser

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