Spanien: Bei Pleite Anzahlungen für Immobilien zurückfordern

Ein OGH-Urteil macht den Weg frei, zu seiner in Spanien versenkten Immo-Anzahl zu kommen.
Ein OGH-Urteil macht den Weg frei, zu seiner in Spanien versenkten Immo-Anzahl zu kommen.

Ein OGH-Urteil macht den Weg frei, zu seiner in Spanien versenkten Immo-Anzahl zu kommen.

Das Oberste Gericht in Spanien hat ein Grundsatzurteil gesprochen: Immobilienkäufer, davon auch viele aus dem Ausland, können verlorene Anzahlungen von den spanischen Banken zurückfordern. Die Finanzinstitute sind verpflichtet, die Anzahlungen für eine Immobilie in Spanien im Falle einer Insolvenz des Bauträgers an den Käufer zurück zu bezahlen. Wie viel Geld im Schnitt auf spanischen Konten dadurch liegt und wie Sie zu Ihrem Geld kommen.

Die Finanzkrise 2008 hat auch viele Immobilienkäufer um ihr Geld gebracht. Denn der Einbruch des Immobilienmarktes hat auch zahlreiche Bauträger und -unternehmen in Spanien in den Konkurs getrieben oder sind praktisch verschwunden. Der Bau vieler vom Plan gekaufter Immobilien wurde nie begonnen oder fertig gestellt. Zahlreiche Immobilienkäufer haben so bereits getätigte Anzahlungen verloren und die gekaufte Immobilie nie erhalten. Die Rückzahlung der Anzahlungen innerhalb eines Insolvenzverfahrens war de facto aussichtslos. Denn die Käufer sind normale Gläubiger, die erst ausbezahlt werden, wenn die Ansprüche aller bevorrechtigten Gläubiger, wie dem Finanzamt, vollständig bedient worden sind. Und das ist äußerst selten der Fall, dass dann noch etwas übrig ist.

Banken haften für Rückzahlung der Einlagen

Laut einem Grundsatzurteil des Obersten Gerichts in Spanien vom 21. Dezember 2015 sind Banken und Bauträger nun für die Verluste haftbar zu machen und müssen die erfolgten Anzahlungen rückerstatten. Das Urteil basiert auf der Tatsache, dass die Banken nach spanischem Recht verpflichtet sind, eingenommene Anzahlungen auf ein separates Konto einzuzahlen und eine Bankgarantie zu erstellen. Demnach haften die Banken für die Rückzahlung der Einlagen, falls der Bauträger die Immobilie nicht übergibt. Damit sind die spanischen Finanzinstitute verpflichtet, alleine an rund 80.000 deutsche Immobilieneigentümer in Spanien in Höhe von rund 1,6 Milliarden Euro zurückzubezahlen. Die betroffenen Käufer können die Banken nun auf Rückzahlung ihres Geldes verklagen.

Honorar gibt es nur, wenn der Prozess gewonnen ist

„Die rechtliche Grundlage für eine Rückforderung ist klar und präzise“, erklärt Rainer Klassen, Geschäftsführer von Spanish Legal Reclaims . Das Unternehmen unterstützt Kläger bei der Rückforderung und ist spezialisiert auf gesetzliche Rückforderungen von spanischen Finanzbehörden, -instituten und Privatunternehmen „Da die betroffenen Institute ihre Interessen jedoch mit hoch qualifizierten Rechtsanwälten verteidigen werden, sollten Kläger bei einem Prozess sicherstellen, dass ihre Rechtsberater auf diesen Sachverhalt spezialisiert sind“, so Klassen weiter. „Wir bemühen eine vollständige Rückzahlung der Anzahlung zu sichern.“ Spanish Legal Reclaims bietet dazu eine kostenfreie Voruntersuchung solcher Fälle an. Dabei werden Honorarkosten nur bei Prozessgewinn fällig.“

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