So viel müssen Start-ups für Wohnungen in Silicon Valley bezahlen

So viel müssen Start-ups für Wohnungen in Silicon Valley bezahlen

Die Bay Area rund um San Francisco ist das Wunschziel eines jeden Start-ups, denn immerhin sind dort Größen wie Apple, Google und Tesla angesiedelt. Doch Wohnen im Valley ist nicht billig: Das zeigt das jüngste Beispiel eines Grafikers, der in einem Holzkarton wohnt - und dafür 400 Dollar pro Monat zahlt. Ein Überblick über die aktuellen Immobilienpreise.

In europäischen Großstädten wie Wien mag es Usus sein, rund 400 Euro für ein WG-Zimmer zu zahlen - in der Start-up-Metropole San Francisco bekommt man dafür deutlich weniger: 400 Dollar (rund 350 Euro) zahlt der Grafiker Peter Berkowitz derzeit dafür, dass er in einem Holzkarton wohnt, der im Wohnzimmer seines Freundes steht. Das dramatische Beispiel ging in den vergangenen Tagen durch die US-Medien, Berkowitz selbst sieht die Situation aber gelassen: Die Mieten in der Bay Area seien so absurd hoch, dass er durch seinen ungewöhnlichen Lebensstil jährlich tausende Dollar spare, sagt er gegenüber dem Onlinemedium SFGate. Im Oktober vergangenen Jahres hatte das Medium von einem Google-Mitarbeiter berichtet, der in einem LKW auf einem Parkplatz haust.

Die Gegend rund um das einstige Hippie-Mekka mag auch für österreichische Start-ups das Paradies auf Erden sein - doch gerade der Tech-Boom der vergangenen Jahre hat die Preise für Immobilien dort in die Höhe schießen lassen. Das zeigt auch die jüngste Analyse der Immobiliensuchmaschine Zumper, für die eine Million Datensätze analysiert wurden, um Durchschnittspreise für Ein-Zimmer-Wohnungen in 50 amerikanischen Großstädten zu errechnen. Ergebnis: San Francisco ist die teuerste Stadt in den USA, für eine Singlewohnung mit nur einem Zimmer zahlt man hier im Schnitt 3590 Dollar Miete pro Monat. Für eine Zwei-Zimmer-Wohnung muss ein Mieter 4870 Dollar pro Monat berappen. Damit ist San Francisco sogar teurer als New York.

Wer eine Immobilie in der Bay Area nicht mieten, sondern gar kaufen möchte, der kommt ebenfalls nicht gerade günstig davon - das demonstriert die Immobiliensuchmaschine Estately plakativ anhand einer Karte, die Preise entlang des Öffi-Netzes BART auflistet. Die teuerste Gegend ist hier jene rund um die Station von Palo Alto, wo Tesla, HP und die renommierte Stanford University angesiedelt sind. Facebook hat diese Nachbarschaft inzwischen verlassen und die Zelte in Menlo Park aufgeschlagen. Ein Quadratfuß kostet dort 1630 Dollar, das sind 17.545 Dollar pro Quadratmeter. Die Pittsburg/Bay Point BART Startion ist die günstigste Gegend, liegt aber auch am weitesten vom pulsierenden Süden der Gegend entfernt: Hier zahlt man nur noch 219 Dollar pro Quadratfuß (2357 Dollar pro Quadratmeter), was günstiger ist als so manche Immobilie in Wien. Allerdings braucht man von hier laut BART-Website eine knappe Stunde bis in den Süden San Franciscos und zahlt pro Fahrt 6,55 Dollar pro Fahrkarte.

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Der rasante Anstieg der Immobilienpreise hat in den vergangenen Jahren vermehrt zu Unmut in der Bevölkerung und teils sogar zu öffentlichen Protesten gegen Tech-Giganten wie Apple, Facebook und Google geführt.

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