Diese Trends werden 2021 die Immobiliennachfrage prägen

Die Pandemie hat die Vorstellung davon, wo und wie Menschen wohnen wollen, unter anderem durch das Home Office, durcheinander gewirbelt. Worauf die Menschen bei der Suche nach Immobilien, geprägt von der Erfahrung durch Corona, 2021 mehr wert legen werden.

Diese Trends werden 2021 die Immobiliennachfrage prägen

Besichtigung von Immobilien mit Virtual-Reality-Brillen lassen Objekte vor dem Auge dreidimensional erscheinen.

Der österreichische Markt für Wohnimmobilien trotzt der Corona-Krise. „Die Lage am Markt ist trotz der Pandemie recht stabil. Welche Objekte jedoch stärker nachgefragt werden, hat sich geändert“, bemerkt Immobilien-Experte Christian Kaltenegger von der Immacon Projektentwicklung. Ein großer Trend ist die Stadtflucht. Es gibt auch andere neue Trends am Immobiliensektor „Die Krise hat bestehende Trends bei der Nachfrage verstärkt“, so Kaltenegger.

Welche drei Trends der Projektentwickler für Immobilien ortet:


Objekte in ländlichen Lagen mit guter Infrastruktur profitieren

Trend zu größeren Objekten am Land
Dabei zeichnet sich vor allem eine deutlich größere Nachfrage nach Wohnungsangeboten im Grünen ab. Nicht zuletzt ob des starken Preisanstiegs im Mietsegment, liebäugeln immer mehr Österreicher mit einem Investment in Eigentum. Die Corona-Krise hat diesen Trend noch verstärkt.
„Gab es früher eine Landflucht, macht sich mittlerweile eine Stadtflucht bemerkbar. Vor allem seit dem ersten Lockdown ist das Bedürfnis nach mehr Grünfläche, einem Eigenheim oder einem größeren Zuhause entstanden“, so Kaltenegger von der Immacon und ergänzt: „Seit dem letzten Lockdown verzeichnen wir ein überdurchschnittlich starkes Interesse an Wohnungen im Speckgürtel von Wien sowie in den Bundesländern.“ Der Trend geht zu größeren Objekten mit Platz für etwa Home-Office. „Dabei wird vor allem günstiges Eigentum gesucht. Auch tendenziell ländlichere Lagen profitieren dementsprechend, sofern eine gute Infrastruktur vorhanden ist.“

Module für Häuser können bis zu 95 Prozent vorgefertigt werden


Noch billiger bauen. Modulbauweise in Zukunft - bis 75 Prozent kürzere Bauzeit
Die Zukunft sieht der Immobilien-Experte aus Kostengründen vor allem in der modularen Bauweise. „Modulhäuser können individuell zusammengestellt und unkompliziert verändert werden. Durch innovative Konzepte lassen sich Häuser mit mehreren Stockwerken realisieren. Durch die industrielle Produktion wird ein Vorfertigungsgrad der Module von mehr als 95 Prozent erzielt. Das ermöglicht eine verkürzte Bauzeit von bis zu 75 Prozent und damit auch eine enorme Kostenersparnis. Die exakte Planung bedeutet zudem eine maximale Kostensicherheit von Beginn an und eine leistbare Möglichkeit, Eigentum zu erhalten.“


Digitalisierung wird viel größere Rolle spielen

Video-Exposés statt 360-Grad-Rundgänge
Künftig werden innovative Konzepte für die Immobilien-Besichtigungen, wie seit der Corona-Krise verstärkt eingesetzt, gefragt bleiben. Nicht nur weil von persönlichen Treffen aufgrund des Coronavirus weiterhin Abstand genommen werden muss. „Aufgrund der Pandemie haben immer mehr Menschen die Vorteile von Online-Terminen für sich erkannt. Auch im Immobilien-Bereich. Zukünftig wird Digitalisierung in diesem Segment eine viel größere Rolle spielen“, ist Kaltenegger überzeugt. „So werden etwa Video-Exposés einfache 360-Grad-Rundgänge ersetzen. Dabei handelt es sich um Bewegtbilder, die dem Nutzer noch mehr Einblicke in die Immobilie geben, ganz ohne Photoshop-Bearbeitung. So erhält der Kunde eine sehr reale Vorstellung von dem Objekt und kann sich bewusst für oder gegen eine spätere Besichtigung vor Ort entscheiden.“ Derzeit arbeiten viele Unternehmen an neuen Konzepten wie für die virtuelle Präsenation von Objekten, wie etwa Live-Videos. Auch Virtual Reality dürfte künftig öfter bei Immoanbietern verwendet werden.

Andreas Wimmer, Vorstand C-Quadrat

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