Triest will seinen alten Hafen wieder beleben

Triest will seinen alten Hafen wieder beleben

Triest will seinen alten Hafen, den "Porto Vecchio", wieder beleben. Der alte Habsburger Hafen, seit Jahrzehnten verfallen und selbst für Einheimische nur vom Meer aus oder durch Stacheldrahtzäune entlang der Bahnstrecke zu sehen, soll saniert werden. Dafür stellt die Regierung in Rom 50 Millionen Euro zur Verfügung.

Das große Gelände in bester Lage soll nicht mehr Sperrgebiet sein. Die Gemeinde arbeitet an einem strategischen Plan, mit dem Investoren gelockt werden sollen. "Die Investitionen - auch aus dem Ausland - könnten bis zu einer Milliarde Euro betragen", schätzt der Bürgermeister von Triest, Roberto Cosolini.

Der "Porto Vecchio" ist ein fast 600.000 Quadrat Meter großes, abgetrenntes Areal, das brach liegt und auch über weite Strecken den Zugang zum Meer absperrt. Zur Stadt hin endet es nur wenige hundert Meter von der Piazza Unitá, dem Hauptplatz Triests. Seine Bausubstanz ist in der Zeit von 1860 bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden.

Durch den Ausbau der Anlagen im neuen Hafen und die schwindende Bedeutung Triests als Handelsstadt ab dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde der "Porto Vecchio" zusehends obsolet. Die Liste der Stadtentwicklungsprojekte für den alten Hafen ist lange, allerdings haben politische Interessen bisher jeden Schritt einer Konkretisierung verunmöglicht.

Die bebaubare Fläche im alten Hafen beträgt 230.000 Quadratmeter. Das Areal wird fast nicht genützt, 70 Prozent der Gebäude müssen saniert werden. Ein Konsortium verschiedener privater Institutionen hat das Gelände käuflich erworben und will langsam mit der Instandsetzung beginnen. Der Sanierungsprozess soll jetzt mithilfe der öffentlichen Gelder beschleunigt werden. Als erstes Objekt wurde bereits das "Magazzino 26" mustergültig renoviert und zur Besichtigung freigegeben. Dabei handelt es sich um eine Dependance des Italienischen Pavillons der Biennale von Venedig.

Mit weiteren Sanierungsarbeiten will Triest im kommenden Jahr beginnen. Die Stadt will sich an Marseille, Lyon und Hamburg ein Beispiel nehmen, die ihre alten Häfen saniert haben. Die Zukunft des alten Hafens ist zurzeit auch ein Wahlkampfthema. Am 5. Juni wählt die Stadt den neuen Bürgermeister. Cosolini hofft auf ein zweites Mandat.

Immobilien

Mieten stagnieren in vielen Bezirken in Wien seit zwei Jahren

Expo Real: Die Investoren-Trends bei Wohn- und Gewerbeimmos

Geld

Expo Real: Die Investoren-Trends bei Wohn- und Gewerbeimmos

Geld

S Immo begibt Anleihe mit zwei Prozent Zinsen jährlich

Das neue KaDeWe Wien: Rendering des Projekts an der Mariahilfer Straße

Handel & Dienstleistung

Aus "Möbel Leiner" wird das KaDeWe Wien