Diese fünf Trends prägen 2016 den österreichischen Immo-Markt

Diese fünf Trends prägen 2016 den österreichischen Immo-Markt
Diese fünf Trends prägen 2016 den österreichischen Immo-Markt

Bei Mietwohnungen ist der Preis das wichtigste Kriterium, bei Eigentumswohnungen liegen die Wiener Randbezirke im Trend. Große Wertsteigerungen sind bei mittelgroßen Wohnungen in Stadtentwicklungsgebieten zu erwarten.

Welche Trends werden heuer den österreichischen Immobilienmarkt bestimmen? Auf Basis von über 11.000 Suchanfragen monatlich hat die Plattform FindMyHome.at die Präferenzen der heimischen Szene analysiert - Bernd Gabel-Hlawa, Geschäftsführer von FindMyHome.at, erläutert basierend auf den Erkenntnissen die Immo-Trends für 2016.

1. Die Trends bei Mietwohnungen

Leistbarkeit ist und bleibt das Schlagwort, auch 2016. Zwar bleiben die Klassiker unter den Trendvierteln, wie beispielsweise der siebte oder zweite Wiener Gemeindebezirk, sicher weiterhin hoch im Kurs. Doch aufgrund der Lebenskosten werden die Newcomer unter den Trendbezirken, wie der sechzehnte und besonders der zwölfte Bezirk, weiter an Attraktivität gewinnen. „Besonders die Nachfrage nach Bezirken, die rund um den Gürtel liegen, wird nochmals steigen. Denn für MieterInnen sind der Kostenfaktor und die Leistbarkeit zentrale Themen. Diese Bezirke gelten als gut erreichbar, liegen aber trotzdem etwas außerhalb des Zentrums. Dadurch ergibt sich ein ansprechenderes Preis-Leistungsverhältnis“, sagt Gabel-Hlawa. Dabei bleiben mittelgroße Wohnungen mit einer Größe zwischen 50 und 75 Quadratmetern weiterhin im Trend.

2. Die Trends beim Kauf von Immobilien

„Gerade im Bereich der Eigentums-Immobilien werden sich 2016 zwei große Trends heraus kristallisieren“, sagt Gabel-Hlawa. Erstens legen für die Eigennutzung die Wiener Bezirke in Randlage, sowie Wien Umgebung und Niederösterreich zu. „In den letzten Jahren verzeichnen wir kontinuierlich steigende Suchanfragen im peripheren Raum. Das wird sich 2016 nochmals verstärken“, ergänzt Gabel-Hlawa. Dabei sind hier Wohnungen und Häuser mit etwa 100 bis 130 Quadratmetern in Grünlage besonders beliebt. Zweitens sind mittelgroße Wohnungen mit rund 65 Quadratmetern in zentraler Lage im Trend – wie das Quartier Belvedere. Sie dienen primär als Anlagewohnungen, die vermietet werden. Gabel-Hlawa: „Hier entscheiden sich Anlegerinnen und Anleger für Wohnungen in zentraler Lage mit ausgebauter Infrastruktur, die für potentielle Mieterinnen und Mieter interessant und leistbar sind.“

3. Die Trends für Investments

In Sachen Investment richtet sich der Fokus 2016 auf optimale Vermietbarkeit. „Wertsteigerungen werden sich dabei um jene Immobilien drehen, die zwischen 50 und 75 Quadratmeter haben und in Stadtentwicklungsgebieten wie dem zehnten, elften oder zwölften Bezirk liegen“, sagt Gabel-Hlawa und ergänzt: „Darunter sind besonders sanierte und ausgebaute Dachgeschosse attraktiv, sowie gebrauchte Wohnungen mit kleinen Wohneinheiten.“ Bezirke mit großem Wertsteigerungspotential sind neben den genannten unter anderem auch Rudolfsheim-Fünfhaus, Brigittenau und Floridsdorf. Insgesamt werden vornehmlich Immobilen im mittleren Preissegment an Wert zulegen.

4. Die Trends bei der Suche nach Immobilien

Die Immobiliensuche findet mittlerweile fast zur Gänze im Internet statt, glaubt der Geschäftsführer von FindMyHome.at. Dabei wird zunehmend nach Transparenz gefragt: Gerade wenn es darum geht, das perfekte Zuhause für viele Jahre zu finden oder wenn viel Geld in Eigentum investiert wird, fordern Immobilien-Suchende einen kompetenten Makler, der ihnen bei der Suche hilft und dem sie vertrauen können. Um diese Qualität vorab festzustellen, greifen Immobiliensuchende immer mehr auf User-Rezensionen zurück. Was könnte auch ehrlicher und demnach vertrauenswürdiger sein als die Bewertung eines anderen Kunden? „Bereits 2015 waren für zwei Drittel der Immobilien-Suchenden positive Bewertungen eines Maklers entscheidend, um mit ebendiesen in Kontakt zu treten“, sagt Gabel-Hlawa: „Diese Entwicklung wird sich 2016 nochmals steigern. Wie in anderen Berufsfeldern wird auch in der Immobilien-Branche die Bedeutung und Nachfrage nach User-Rezensionssystemen deutlich wachsen.“

5. Die Trends bei der Ausstattung der Immobilien

Ausgehend von der steigenden Anzahl an Suchanfragen sowie einer Erhebung werden folgende drei Immobilieneigenschaften an Bedeutung gewinnen: An erster Stelle steht das Vorhandensein eines Balkons oder Terrasse, gefolgt von einem Schlafzimmer in Ruhelage sowie getrennt begehbaren Zimmern. „Vor allem Funktionalität und Komfort haben oberste Priorität bei der Immobilienwahl. Gerade im urbanen Raum sind daher strukturelle Aspekte wie ein eigener Außenbereich für die Erholungswirkung oder ein lärmbefreites Schlafzimmer für einen ruhigen Schlaf zentrale Wünsche“, sagt Gabel-Hlawa abschließend. Annehmlichkeiten wie ein Fahrstuhl oder eine automatische Wohnraumlüftung spielen hingegen weniger eine Rolle bei der Entscheidung für eine Immobilie.

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