Serbische Thronfolger erhalten ihr Schloss nicht zurück

Das "Weiße Schloss" in Belgrad wird als staatliches Kulturgut von besonderem Interesse bezeichnet, daher geht es nicht mehr in den Besitz der Thronfolgerfamilie Karadjordjevic über. Über andere Immobilien im früheren Besitz der Familie muss noch entschieden werden.

Serbische Thronfolger erhalten ihr Schloss nicht zurück

Alexander II Karadjordjevic, der aktuelle serbische Thronprätendent, vor dem royalen Palast in Belgrad (Archivfoto 2010).

Die serbische Thronfolgerfamilie Karadjordjevic wird ihre einstige Schlossanlage in Belgrad, das "Weiße Schloss", nicht zurückbekommen. Das hat die staatliche Agentur für die Rückerstattung des nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten Eigentums beschlossen.

Der Ende 2014 gestellter diesbezüglicher Antrag wurde, wie heute, Freitag, die Tageszeitung "Vecernje novosti" berichtete, zurückgewiesen. Über andere Immobilien im früheren Besitz der Karadjordjevic-Familie soll erst entschieden werden.

Die Schlossanlage, in welcher die Familie des Thronfolgers Alexander Karadjordjevic seit Jahren residiert, wurde als staatliches Kulturgut von außerordentlicher Bedeutung bezeichnet. Bereits vor Jahren hatten die serbischen Behörden durch ein Sondergesetz die Rückerstattung der Anlage, deren Unterhaltung aus der Staatskasse finanziert wird, untersagt.

Das "Weiße Schloss" und die umliegende Parkanlage wurden im März 1947 von den damaligen jugoslawischen Behörden konfisziert und wurden später als Residenz hoher ausländischer Gäste genutzt.

Der Vater des Thronfolgers, König Peter II., verbrachte den Zweiten Weltkrieg im Londoner Exil. Dort heiratete er im März 1944 griechische Prinzessin Alexandra (1921-1993). In London wurde 1945 auch ihr einziger Sohn Alexander geboren. Nach dem Kriegsende untersagten die in Belgrad herrschenden Kommunisten die Rückkehr des einstigen Königs und seiner Familie nach Jugoslawien.

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