Corona drückt europaweit auf die Immobilienpreise

Immobilienmakler erwarten europaweit einen Rückgang der Immobilienpreise als Folge der Corona-Krise. Gewerbeimmobilien dürften besonders betroffen sein.

Corona drückt europaweit auf die Immobilienpreise

Europas Immobilienmakler rechnen als Folge der Corona-Krise mit einer anhaltend gedämpften Nachfrage nach Kauf- oder Mietobjekten und in der Folge mit teilweise recht deutlichen Preisabschlägen. Das zeigt eine von RE/MAX Europe unter 2.500 Maklern in 25 europäischen Ländern durchgeführte Umfrage

Ein Großteil der Befragten geht von einem rückläufigen Preisniveau aus. Im Bereich Wohnimmobilien sehen sie Wohnungen stärker betroffen als Einfamilienhäuser. Wohnungen sollen demnach rund 2 Prozent billiger werden, Einfamilienhäuser werden dagegen mit minus 0,6 Prozent als nahezu preisstabil bewertet. Der Druck auf Gewerbeimmobilien ist deutlich stärker. Hier gehen die Makler von Preisabschlägen von durchschnittlich 6,4 Prozent aus.

Die Prognosen für Österreich:

  • Mieten dürften im nächsten halben Jahr um drei Prozent sinken
  • Eigentumswohnungen könnten im nächsten Halbjahr im Schnitt ebenfalls um fast drei Prozent billiger verkauft werden
  • Einfamilienhauspreise dürften um 2,4 Prozent sinken
  • Der Wert von Baugrundstücken könnte dagegen um 0,4 Prozent steigen

Ursachen für den Rückgang

Begründet werden die erwarteten Abschläge am Immobilienmarkt mit den Auswirkungen der Kurzarbeit (66 Prozent) und eine generelle Unsicherheit, wie es weitergehen wird (52 Prozent). Exakt die Hälfte (50 Prozent) bezeichnen eine schwierigere Krediterlangung und 43 Prozent eine zu geringe finanzielle Ausstattung der Käufer als entscheidendes Kaufhindernis. 41 Prozent orten einen Mangel an Zuversicht bei den Käufern und 32 Prozent finden, dass die Verkäufer sich mehr Sorgen machen. Der Shutdown und dessen unmittelbare Auswirkung, nämlich keine Besichtigungen, ist nur für 15 Prozent der Experten eine wichtige Ursache der Veränderungen. Allerdings sehen auch trotz der Herausforderungen 43 Prozent der Makler einen Silberstreif am Horizont und meinen letztlich dieselbe Anzahl an Abschlüssen tätigen können wie bisher.

„Obwohl zu erwarten ist, dass COVID-19 negative Auswirkungen auf die europäischen Immobilienmärkte haben wird, kann der Wohnimmobilienmarkt als relativ krisensicher eingestuft werden, vor allem im Vergleich zum Gewerbeimmobilienmarkt. Die Nachfrage nach Wohnimmobilien übersteigt in weiten Teilen Europas immer noch das Angebot. Immobilien gelten weiterhin als sichere Investmentmöglichkeit, speziell in Krisenzeiten“, erklärt Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer von RE/MAX Austria.

Andreas Wimmer, Vorstand C-Quadrat

Immobilienfinanzierung: Endgültiger Abschied vom Eigenheim

Die angekündigte Verschärfung der Vergabekriterien für Immobilienkredite …

trend.real estate - Immobilien in Österreich

Bestellen Sie hier Ihr Exemplar der Premium-Community-Ausgabe!

Immobilien-Investments: Hausgemachte Renditen

Von vielen unbemerkt haben sich die Immobilienpreise in Österreich binnen …

Neues Maklergersetz: Plausibilität oder Irrelevanz?

Gastkommentar von Marlon Possard zur Kontroverse rund um das neue …