NÖ-Immotrends: Die gefragtesten und teuersten Bezirke

NÖ-Immotrends: Die gefragtesten und teuersten Bezirke

Welche Bezirke in Niederösterreich derzeit die stärkste Nachfrage erleben, welche Wohnungsgrößen am häufigsten gesucht sind, ob die Niederösterreich lieber kaufen oder mieten: Auf Basis von über 4 Millionen Immobilienklicks in Niederösterreich im 1. Quartal 2016 analysieren Immobilien-Experten die aktuellen Wohn-Trends in Niederösterreich.

Das Onlineportal findmyhome.at hat auf Basis von rund vier Millionen Immobilienklicks in Niederösterreich im 1. Quartal 2016 die aktuellen Wohn-Trends in Niederösterreich herausgefiltert und analysiert.

1. Trendviertel: Mödling zieht allen davon

Die Nummer 1 bei den beliebtesten Gegenden ist nach wie der sogenannte Speckgürtel rund um Wien. Hier sind besonders der Norden und der Westen gefragt. „Einerseits kommt man schnell in die Stadt, da die Verbindungen gut sind – und immer besser werden. Andererseits ist man direkt im Grünen“, meint Bernd Gabel-Hlawa, FindMyHome.at-Geschäftsführer, „Beides sind zentrale Anforderungen bei der Immobiliensuche.“ Aber auch andere Bezirke konnten sich als Trendviertel etablieren: So nimmt Mödling den zweiten Platz ein und legte gar um 24 Prozent bei den Suchanfragen zu. Danach folgen Wiener Neustadt und St. Pölten (jeweils Stadt und Land) sowie Baden und Korneuburg.

2. Wohn-Vorlieben: Kauf vor Miete, Haus vor Wohnung und mehr als 130m²

Doch Wohnen ist nicht gleich Wohnen. Gerade im Bereich der Vorlieben gibt es klare Vorstellungen, welche Punkte die Traumimmobilie erfüllen soll. „Fast drei Viertel aller Suchanfragen betreffen eine Kaufimmobilie“, erklärt Gabel-Hlawa. 46 % wollen ein Haus und 27,5 % eine Wohnung erwerben. Allgemein sind Häuser deutlich beliebter als Wohnungen. Auch was die Größe betrifft, denkt man in Niederösterreich eher größer: 38,4 % suchen nach mehr als 130 m², 32,7 % zwischen 80 und 130 m², rund ein Fünftel möchte eine Immobilien zwischen 50 und 80 m² und weniger als 10 % fragen nach Immobilien unter 50 m².

3. Von günstigen und teuren Bezirken: Haus ab 2.151 Euro pro Quadratmeter

Grundsätzlich lag der Quadratmeter-Preis in Niederösterreich im Durchschnitt im vergangenen Quartal für ein Eigentumshaus bei 2.151, bei einer Eigentumswohnung bei EUR 2.714 und bei einer Mietwohnung bei EUR 10,2 – was im Vergleich zum Vorjahr eine Teuerung, etwa bei Eigentumshäusern zwischen 200 und 400 EUR/m² bedeutet. Von 2015 auf 2016 sind die Preise für ein Eigentumshaus um 16 % gestiegen. Doch wo lebt man heute in Niederösterreich günstig und wo teuer? Die leistbarsten Städte und Bezirke sind aktuell: Krems (Stadt), St. Pölten (Stadt), Waidhofen a. d. Ybbs sowie die Bezirke Amstetten und Mistelbach. Umgekehrt gibt man am meisten in Klosterneuburg, Schwechat, Wien Umgebung, Baden, Zwettl und Mödling für eine Immobilie aus. „Besonders ins Auge fällt hier St. Pölten. Denn obwohl es deutlich zu einem Trendbezirk zählt und sich mit der schnellen Bahnverbindung nach Wien sowie den Wohnschwerpunkten rasch wachsender Beliebtheit erfreut, sind die Preise verhältnismäßig niedrig“, meint der Immobilien-Experte und begründet diese Situation wie folgt: „Die Attraktivität wird sich wahrscheinlich erst verzögert auf die Preise auswirken – ein zu rascher Preisanstieg könnte die positive Entwicklung St. Pöltens bremsen.“ Der erhöhte Zuzug spiegelt sich auch im gesteigerten Bauverhalten wider. Am meisten gebaut wird aktuell in St. Pölten, in den Bezirken Baden, Mistelbach (hier speziell in Wolkersdorf), Amstetten sowie Gänserndorf.

4. Zukunftsaussichten: Wohin geht der Trend?

„Allein im letzten Quartal sind die Suchanfragen für den Raum Niederösterreich um mehr als 31 % gestiegen“, meint Bernd Gabel-Hlawa, „und wir gehen von einem weiteren Zuwachs aus.“ Das zeigen auch aktuelle Umfragen: 65 % der Immobiliensuchenden geben an, dass Garten oder Balkon am wichtigsten bei einer neuen Immobilien sind. Für 45 % aller Suchenden befindet sich die Traumimmobilie nahe einer Stadt, jedoch im Grünen, und für weitere 34 % hat eine Lage nahe der Natur überhaupt höchste Priorität. Für 67 % ist das ideale Eigenheim ein Haus. „Genau diese Entwicklung der Wünsche sind zentrale Treiber für das Wachstum in Niederösterreich. Denn unterm Strich ist ein Haus mit Garten in Niederösterreich einfach leistbarer als in Wien“, äußert der FindMyHome.at-Geschäftsführer abschließend.

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