Immobilien kaufen in Spanien: Das sollten Sie beachten

Immobilien kaufen in Spanien: Das sollten Sie beachten

Wer träumt nicht davon, sich am Pool seiner spanischen Finca zu sonnen? Immobilien in Spanien sind auch unter Österreichern beliebt. Die Preise sind zuletzt zwar gestiegen, liegen aber noch immer deutlich unter heimischem Niveau.

Nicht nur Einheimische kaufen Immobilien in Spanien, auch unter Österreichern sind die iberischen Häuser und Wohnungen beliebt - sei es für den Ruhestand, als Ferienobjekt oder weil sie nach Spanien auswandern möchten. Allerdings steigen die Preise nun wieder, wie Daten des spanischen Statistikamts zeigen: Im Jahr 2015 wurde für die Wohnraumpreise ein Anstieg von 4,2 Prozent verzeichnet. Günstiger als hierzulande ist Eigentum jedoch noch immer, wie interne Daten der Immobiliensuchmaschine Nuroa zeigen: Im Februar 2016 lagen die durchschnittlichen Kaufpreise in Barcelona, einer Stadt mit 1,6 Millionen Einwohnern, bei 3.275 Euro pro Quadratmeter lagen, während im in punkto Einwohnerzahl vergleichbaren Wien (1,8 Millionen Einwohner) der Quadratmeterpreis im Februar 2016 bei 4.341 Euro lag.

Den Höhepunkt hatten die Immobilienpreise in Spanien im ersten Quartal 2008 erreicht; danach rasselten sie im Rahmen der Finanzkrise dramatisch in die Tiefe, wie die folgende Grafik der Website www.tradingeconomics.com zeigt.


source: tradingeconomics.com

Die Analysten der auf makroökonomische Daten spezialisierten Website prognostizieren, dass die Häuserpreise in den kommenden Jahren weiter steigen werden - von derzeit 1490 Euro pro Quadratmeter auf durchschnittlich 1601 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2020.


source: tradingeconomics.com

Bedacht werden sollte beim Immobilienkauf jedoch auch, dass diverse zusätzliche Kosten entstehen. So sollten Käufer etwa 15 Prozent Kaufnebenkosten auf den Kaufpreis aufschlagen, wenn sie ihr Budget kalkulieren. Zudem sollten Unterhaltskosten des Objekts bedacht werden: In Spanien sind in vielen Gegenden beispielsweise Häuser mit Pool durchaus üblich - dieses kostet im Unterhalt jedoch mehr als ein vergleichbares Objekt ohne Pool. Zudem sind regelmäßig Grundsteuern zu zahlen, deren Höhe sich von Gemeinde zu Gemeinde unterscheidet.

Rechtsberatung ist ein Must-Have

Eine seriöse Rechtsberatung ist bei einem Immobilienkauf im Ausland ohnehin immer empfehlenswert - wenn man die Landessprache nicht oder nur wenig spricht, ist sie jedoch unabdingbar; denn die Formulare und Verträge sind auf Spanisch und sollten daher von einem Experten übersetzt werden. Zudem sollte bedacht werden, dass nicht auch die Gesetze und Rechtsvorschriften in Spanien anderes sind als hierzulande.

Ein Rechtsanwalt, der sich mit dem örtlichen Recht auskennt, trägt daher zu einem rechtssicheren Kauf bei. Zudem kann er klären, ob eine Vermietung nach örtlichem Recht erlaubt ist und an welche Bedingungen dieses gegebenenfalls geknüpft sein kann. Auch in Spanien gibt es eine Reihe von deutschsprachigen Rechtsanwälten, die zum spanischen Recht und zum Immobilienkauf in Spanien beraten können.

Sorgfalt bei der Suche

Für die Suche nach einer Immobilie in Spanien ist es besonders wichtig, sich Zeit zu lassen und den Markt kennenzulernen. Seriöse Makler haben dafür Verständnis und drängen ihre Kunden nicht zu schnellen Entscheidung. Vor allem bei Immobilienmaklern, die Wochenendtrips zur Besichtigung von Immobilien anbieten, den potenziellen Käufer kostenfrei unterbringen und darauf drängen, den Kauf der Immobilie an einem Wochenende abzuschließen, ist Vorsicht angebracht.

Eine Vorabrecherche kann bereits von Österreich über diverse Magazine und Internetplattformen gemacht werden. Völlig verlassen sollte man sich auf die Angaben im Web aber freilich nicht, denn nicht selten zeigen Fotos lediglich eine geschönte Version der Realität. Eine vorherige Besichtigung ist somit unerlässlich.

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