Benkos Signa plant Vierzylinder beim ehemaligen "APA-Turm"

Kaufhaus- und Immobilien-Tycoon Renè Benko

Nächstes Wiener Großprojekt: Immo-Investor René Benko will der Muthgasse neues Flair verpassen.

René Benkos Pläne mit Signa am ehemaligen APA-Turms im 19. Wiener Gemeindebezirk sind weit größer als bisher angenommen wurde. In direkter Nachbarschaft hat er einen weiteren Grund gekauft, um mehrere Neubauten dort zu errichten.

Wien. Immo-Investor René Benko und seine Signa-Gruppe planen den nächsten Coup: Rund um den früheren "APA-Turm" in Wien-Döbling soll das Gelände komplett neu bebaut werden, schreibt "immoflash". Neben dem ehemaligen "APA-Turms" hat Benko mit Signa einen weiteren Grund erworben, der seinen Spielraum wesentlich erweitert. Laut Stadtentwicklungsplan sind für das Quartier Gunoldstraße Süd nun vier Hochhäuser mit einer Höhe von 50 bis 85 Metern Höhe und ein niedrigerer Baukörper geplant. 111.000 m² Bruttogeschoßfläche Büro/Gewerbe sollen entstehen. Zudem soll ein Hotel errichtet werden.

Signa soll demnach das benachbarte Areal des Baustoffhändlers Quester gekauft haben. Laut Kaufvertrag zahlte Signa 21,7 Mio. Euro für die 8.500 m². Und die Buwog plant hier ein Wohnprojekt: "Wir schaffen Wohnraum laut dem städtebaulichen Rahmenplan", so das Unternehmen. Im Sommer wurde die Liegenschaft Gunoldstraße 12 mit knapp 3.800 m² für etwa 11 Mio. Euro erworben. Die APA residierte auf Nummer 14, das Areal mit dem "APA-Turm" hatte Signa 2018 gekauft. Ursprünglich gehörte es der Bundesländer-Versicherung, später der UNIQA.

In dem neu zu erschließenden Gebiet rund um die Muthgasse soll ein "urbanes, belebtes und gemischt genutztes Stadtquartier mit hohen Qualitätsstandards entstehen, insbesondere in Bezug auf die Aufenthalts- und Freiraumqualität entstehen".

Das Eckgrundstück Gunoldstraße 16, auf dem ein Hotel geplant sei, gehöre noch der Wiener Städtischen - diese freut sich gemäß einer Erklärung offenbar schon auf eine gemeinsame Entwicklung des Stadtteils mit den "neuen Eigentümern" nebenan, die "hoch professionelle Immobilienentwickler" seien. Das Quartier umfasst dem Bericht zufolge auch ein Grundstück des Bauunternehmens Kaim, das noch nicht verkauft worden sein soll.

Die gemeinnützige BWSG hatte bereits 2014 eine Liegeschaft auf dem geplanten Quartier angekauft. Die MA 21 soll zu dem ursprünglich 2014 beschlossenen und 2019 aktualisierten städtebaulichen Rahmenplan erklärt haben, dessen Ziele würden weiterverfolgt. Von den Wohnungen solle ein überwiegender Teil gefördert errichtet werden.

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