Mehrheit bei Volksbefragung für Benko-Kaufhaus in Bozen

Mehrheit bei Volksbefragung für Benko-Kaufhaus in Bozen

Der Tiroler Investor Rene Benko darf sein geplantes Kaufhaus im Bereich des Bozner Bahnhofs bauen. 74,39 Prozent der 34.027 abstimmenden Bürger sprachen sich bei einer Volksbefragung für den Bau aus. Dieses Ergebnis gab der kommissarische Verwalter der Stadt Bozen, Michele Penta, bei einer Pressekonferenz am Dienstag bekannt.

Da Penta beim Ansetzen der Befragung erklärt hatte, deren Ergebnis in die Tat umsetzen zu wollen, dürfte dem Bauvorhaben nun nichts mehr im Wege stehen. Penta bestätigte am Dienstag, in den nächsten Tagen das Einvernehmensprotokoll mit dem Land sowie Benko oder seinem Vertreter unterzeichnen zu wollen. Danach müsse das Abkommen nur noch ratifiziert werden.

Der kommissarische Verwalter gab auch bekannt, dass in allen fünf Wahlbezirken das "Ja" überwogen habe. Von den 3.144 Pendlern, die sich für die Abstimmung haben eintragen lassen, hätten nur 2.686 auch abgestimmt. Die Bürgerbefragung fand von 29. März bis 4. April statt.

Das Bozner Kaufhausprojekt von Benko hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Schon kurz nach der Vorstellung wurde ein Konkurrenzprojekt lokaler Investoren präsentiert. Dieses wurde jedoch von der Dienststellenkonferenz abgelehnt, da es nicht alle vorgegebenen Voraussetzungen erfüllte. Das Benko-Projekt erfüllte zwar die Voraussetzungen, wurde jedoch im Sommer 2015 vom Gemeinderat bei Stimmengleichheit abgelehnt.

Diese Ablehnung war dann auch mit ein Grund, warum Bozens Bürgermeister, Luigi Spagnolli (PD), im September das Handtuch warf und seinen Rücktritt erklärte. Als letzte Amtshandlung verfügte er jedoch die Rückverweisung des Benko-Projektes an die Dienststellenkonferenz und brachte es damit erneut auf den Weg. Schließlich ordnete Kommissär Penta eine Bevölkerungsbefragung an.

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