
Die Mehrheit der Aktionäre der irischen Bank PTSB stimmte in einer außerordentlichen Hauptversammlung für die Übernahme durch die Bawag.
von
Obwohl großer Missmut unter den Investor:innen herrschte, da sich PTSB laut Analysen 18 Prozent unter Wert verkaufte, schaffte es die Bawag nun die notwendigen 75 Prozent Zustimmung der Aktionär:innen nach dem „Scheme of Arrangement" zu erreichen, berichtet die Irish Times. Es stimmten sogar 91,3 Prozent der Aktionär:innen auf der außerordentlichen Hauptversammlung (EGM) im Dubliner Conrad Hotel dem Deal in Höhe von 1,62 Milliarden Euro zu. Die Zustimmung des irischen Finanzministeriums, dem 57,5 Prozent Aktienanteil an der PTSB gehört, war der Bank schon vor der Hauptversammlung sicher.
„Wir freuen uns über die Möglichkeit, auf dem starken Fundament von PTSB im Rahmen der langfristigen Wachstumsstrategie der BAWAG Group weiter aufzubauen“, sagte BAWAG-Chef Anas Abuzaakouk in einer Aussendung dazu.
Von einem „Deal des Jahrhunderts" für die Bawag sprachen Expert:innen in den letzten Monaten: Die österreichische Bank hatte sich gegen über ein Dutzend Bieter:innen im Kampf um die Übernahme des irischen Geldinstituts PTSB durchgesetzt. Mit einem Angebot von 2,97 Euro je Aktie bzw. rund 1,619 Milliarden Euro in realen Zahlen machte die Bawag den Sack zu.
Die Übernahme soll laut APA im vierten Quartal 2026 oder im ersten Quartal 2027 abgeschlossen werden. Dennoch könne der High Court – wie bereits im Mai angekündigt - immer noch entscheiden, dass eine separate Zählung von Minderheitsaktionär:innen erforderlich ist, um den Deal durchzuführen, da die Mehrheitsbeteiligung der Regierung das Gesamtergebnis vorangetrieben hat.