
Kein Ende des Nahostkonflikts, steigende Inflation, KI-Aktien in immer lichteren Höhen: Wie die Elite der heimischen Privatbanken die Entwicklung der Börsen für heuer weiter einschätzt und in ihrer Veranlagung darauf reagiert.
Der Job von Anlageprofis war auch schon einmal einfacher: „Wir müssen nicht nur durch die verminten Gewässer der Straße von Hormus und eine unübersichtliche Zinslandschaft navigieren, nein, wir müssen auch versuchen, zu bewerten, inwieweit sich Rechenzentren am Mars rechnen werden“, beschreibt Stefan Neubauer, CEO der Kathrein Privatbank, die Herausforderungen, vor denen sein Investment-Team derzeit steht. Wobei den Rechenzentren am Mars vielleicht noch die Frage vorangeht, ob das IPO von Elon Musks Space X, mit dem er die KI-Rechenzentren im Weltraum möglich machen will, überhaupt ein Erfolg wird.
Bei den heimischen Privatbankern überwiegt dennoch der Optimismus für das zweite Halbjahr. Die Situation im Nahen Osten bleibt natürlich ein zentraler Unsicherheitsfaktor – die Energiepreise werden weiter hoch bleiben, auch noch Monate nach einer Öffnung der Meerenge. Die Inflation ist wieder zurück und viele Marktteilnehmer gehen von zwei bis drei Zinserhöhungen der EZB aus, um diese wieder einzufangen. Doch die Börsen kannten bislang nur eine Richtung, die nach oben. Und die wichtigsten Indizes von Dow, S&P 500 oder Nasdaq-100 zeigten sich in Rekordlaune. Dennoch könnten wieder Wolken aufziehen (...)
Lesen Sie den ganzen Artikel im trend.PREMIUM vom 12. Juni 2026.
