Die Bank gewinnt immer

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Nun auch die Raiffeisen Bank International (RBI): Während die allgemeinen Wirtschaftsprognosen verhalten bleiben, glänzen die Banken mit ihren Halbjahreszahlen.

Es war ein prächtiges erstes Halbjahr für die österreichische und europäische Bankenwelt. Die Raiffeisen Bank International (RBI) vermeldete am letzten Julitag in ihrem Kerngeschäft – also ohne Russland – ein Konzernergebnis in Höhe von 708 Millionen Euro. Das ist 25 Prozent mehr als noch in der Vorjahresperiode.

Eröffnet hat den Reigen der positiven Gewinnmeldungen die ehemalige Gewerkschaftsbank Bawag. Sie machte im ersten Halbjahr 2026 487,3 Millionen Euro Gewinn – und damit 19 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025. Der Nettozinsertrag bei der Bawag wuchs um 7 Prozent auf 968,4 Millionen Euro und der Provisionsüberschuss ergab ein Plus von 12 Prozent auf 200,2 Millionen Euro.

Die Erste Group verzeichnete sogar einen Nettogewinn von knapp zwei Milliarden Euro. Auch die erstmalige Einbeziehung des Polen-Geschäfts trug zum Gewinnanstieg bei. Damit machte das Bankunternehmen 18,6 Prozent mehr Gewinn als im ersten Halbjahr von 2025. Die Kund:innenkredite stiegen um 21,9 Prozent auf 282,7 Milliarden Euro.

Vor dem Hintergrund sprudelnder Gewinne sind auch die großen Expansionsschritte zu stemmen. Die Bawag hat eben grünes Licht für ihren Irland-Zukauf bekommen, RBI war im Rennen um Addiko erfolgreich.

Im Zuge des Budgetplans der Regierung wird aber noch die Bankenabgabe fällig. Diese wurde im Juli 2026 in Rahmen des Budgetbegleitgesetzes 2027-2028 um drei weitere Jahre verlängert. Durch diese Maßnahme soll der Staat jährlich circa 300 Millionen Euro einnehmen.

Ein Blick auf die europäischen Großbanken

Auch die europäischen Großbanken können sich über Gewinne freuen. Unicredit, Mutter der österreichischen Unicredit Bank Austria, meldete beispielsweise das stärkste erste Halbjahr der Unternehmensgeschichte mit einem Reingewinn von 6,12 Milliarden Euro. Die spanische Großbank Banco Santander strich ebenfalls Rekordgewinne für das erste Halbjahr 2026 ein. Das Unternehmen erzielte einen Nettogewinn von fast neun Milliarden Euro, nach 6,8 Milliarden Euro im Vorjahr. Auch die französische Großbank BNP Paribas hat mit einem Nettogewinn von 4,35 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2026 die Erwartungen von Analyst:innen übertroffen. Damit war der Nettogewinn um ein Drittel höher als noch im Vorjahreszeitraum.

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