
Ex-Kanzler Sebastian Kurz, der geschäftlich in der Region hoch aktiv ist, rechnet mit Business as usual schon wieder im Mai.
Dubai, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) generell und die gesamte Golfregion stehen nach den kontinuierlichen Angriffen aus dem Iran unter einem enormen Druck. Bricht der jahrelange Wirtschaftsboom jetzt einmal für geraume Zeit ab oder können die Staaten ihre Widerstandsfähigkeit unter Beweis stellen.
Die trend befragte gut ein Dutzend österreichische Unternehmer und Manager, die in der Region ihren Geschäften nachgehen um ihre Einschätzung; darunter auch Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz, der als Mitgründer des israelischen Start-ups Dream Security mittlerweile fest im Nahen und Mittleren Osten verankert ist. Sein Unternehmen, das sich dem Schutz kritischer Infrastruktur widmet, beschäftigt 300 Leute in der Region, „von denen nur ein Bruchteil raus aus den vom Krieg betroffenen Gebieten wollte – und von denen sind die meisten wieder zurück“, schildert er die Lage und teilt damit die Zuversicht der meisten dort lebenden Österreicher. Dream unterhält neben dem Hauptsitz Tel Aviv und dem Büro in Wien auch eine Niederlassung in Abu Dhabi, die laut Kurz ein wichtiges Standbein ist und bleibt. Weitere Büros quer über den Globus sollen folgen. „Ich gehe nur von einem vorübergehenden Dämpfer am Golf aus“, sagt der frühere ÖVP-Chef: „Um die VAE mache ich mir keine Sorgen. Was sie kurzfristig im Tourismus verlieren, gleichen auf der anderen Seite die höheren Ölpreise aus. Mit Blick auf Thailand, wo die Touristen nach dem viel schockierenderen Ereignis des Tsunamis mit zehntausenden Toten wieder zurück sind, glaube ich an keinen nachhaltigen Einbruch im Fremdenverkehr. Und ich erlebe in Israel, wie extrem resilient die Länder in dieser Weltgegend sind.“
Das Fazit von Sebastian Kurz: „Trügt mich mein Bauchgefühl nicht, könnte schon im Mai wieder halbwegs Business as usual herrschen.“
Weitere Einschätzungen von österreichischen Geschäftsleuten, die in der Region tätig sind, lesen Sie in der trend.EDITION vom 20. März 2026.
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