Fettes Eigentor für Trump

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
2 min
Artikelbild
 © Adidas

Doppelte Freude für Ausrüster Adidas: Der spanische Jungstar Lamine Yamal tritt heute zum Halbfinale an und Adidas könnte 300 Millionen Dollar Steuern zurückbekommen.

©Adidas
  1. home
  2. Aktuell
  3. Politik

Durch die höchstgerichtliche Korrektur der Trump’schen Zollpolitik gingen bereits über 80 Milliarden Dollar zurück an Unternehmen. Allein WM-Ausrüster Adidas rechnet mit einer Rückzahlung von insgesamt 300 Millionen Dollar.

Nach dem wegweisenden Urteil des Supreme Courts hat die US-Regierung unter Präsident Donald Trump Milliarden an Zöllen wieder zurückgezahlt. Insgesamt wurden im laufenden Fiskaljahr von Oktober 2025 bis Ende Juni 2026 bereits 81,3 Mrd. Dollar erstattet, wie aus Daten des Finanzministeriums hervorgeht. Im Vergleichszeitraum des vorigen Jahres lag die Summe noch bei knapp 5,3 Mrd. Dollar.

Allein für den Sportartikelkonzern Adidas dürfte sich die Steuerrückzahlung auf 300 Millionen Dollar belaufen, hatte der Adidas-Vorstand Björn Gulden noch vor zwei Monaten bei der Hauptversammlung hochgerechnet. Damals meinte Gulden: „Wir haben das noch nicht gebucht, aber die Wahrscheinlichkeit, dass das kommt, ist groß.“ Er dürfte recht behalten.

Noch immer ein Zoll-Plus von 51 Prozent

Nach Angaben der Haushaltsbehörde des US-Kongresses wurden allein im Mai und Juni rund 70 Mrd. Dollar erstattet, nachdem das Oberste Gericht Mitte Februar Zölle auf Basis eines Notstandsgesetzes für rechtswidrig erklärt hatte. Der Supreme Court befand, dass US-Präsident Trump seine Befugnisse überschritten hatte, als er umfangreiche Zölle gegen Dutzende Handelspartner verhängte.

Laut Gerichtsunterlagen haben insgesamt mehr als 330.000 Importeure Zölle auf rund 53 Millionen Warensendungen gezahlt, die Namen der Unternehmen werden nicht öffentlich gemacht. Mehr als 56.000 haben sich für die Rückzahlungen offenbar bereits registiert, die über ein eigenes Portal abgewickelt werden.

Zugleich steigerte die US-Regierung im laufenden Fiskaljahr ihre Zolleinnahmen deutlich. In den ersten neun Monaten (Oktober bis Juni) nahm sie mit rund 163 Mrd. Dollar netto 55 Mrd. mehr an Zöllen ein als noch im Vorjahreszeitraum, das ist ein Plus von 51 Prozent.

Über die Autoren

Logo
trend. Abo

Nur jetzt ein ganzes Jahr trend. für nur €10,99 pro Monat!