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Zugleich beginnt Siemens mit dem Bau eines neuen Zulieferwerks auf einem gemieteten Grundstück im benachbarten Offenbach, das im Frühjahr 2027 in Betrieb gehen soll. Bis 2030 sollen dadurch 700 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Bisher arbeiten in dem Frankfurter Werk 2.800 Menschen für Siemens.
"Mit dieser Investition stärken wir unsere Führungsrolle bei Technologien, die das Rückgrat der Industrien von morgen bilden", sagte Vorstandschef Roland Busch. Schaltanlagen verteilen und regulieren den Strom in Fabriken, die immer mehr elektrifiziert werden, oder in Rechenzentren, die zurzeit wegen der benötigten hohen Rechenleistungen für Künstliche Intelligenz (KI) stark nachgefragt sind. Siemens-Technologie-Vorstand Peter Körte nennt die Schaltanlagen "das technische Herzstück für die künftigen Superhirne der Industrie". Im März hatte Siemens dafür schon Investitionen von 165 Mio. Dollar (rund 145 Mio. Euro) in seine Werke in den USA angekündigt.
Siemens-Chef Busch verband die Ankündigung mit einem Appell an die deutsche Bundesregierung: "Damit solche Investitionen auch künftig in Deutschland entstehen, brauchen wir jetzt mehr Mut zu Strukturreformen: Bürokratieabbau, ein flexiblerer Arbeitsmarkt und geringere Unternehmenssteuern sind entscheidend für mehr Wachstum in Deutschland."