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"Nicht zuletzt aufgrund der schwachen Arbeitskräftenachfrage dürfte sich an der grundlegenden Entwicklung am Arbeitsmarkt vorerst nichts ändern", so Nahles. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sank weiter und lag im April um 71.000 unter dem Vorjahreswert. Die Gesamtzahl der Erwerbstätigen war im Mai laut Statistischem Bundesamt im Vergleich zum Vorjahr sogar um 177.000 geringer. "Wenn man arbeitslos ist, hat man momentan historisch schlechte Chancen, wieder rauszukommen", sagte die BA-Chefin. Die Dynamik am Arbeitsmarkt sei sehr gering, die Lage "wie eingefroren".
Angesichts der Lage äußerte Nahles die Hoffnung auf positive Signale für Industrie und Handel vom Koalitionsausschuss von CDU, CSU und SPD, der am Mittwoch über Reformen berät. Dabei geht es unter anderem um Steuern, Arbeitszeiten, stabile Sozialbeiträge und Bürokratieabbau.
Vor allem das verarbeitende Gewerbe, in dem die Beschäftigung binnen eines Jahres um 174.000 zurückgegangen sei, und der Handel litten, sagte Nahles: "Alles, was da jetzt hilft, auch mehr Stabilität, Planungssicherheit und Rückenwind zu organisieren, ist auf jeden Fall sinnvoll."
Die Arbeitslosenquote sank im Juni um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent. Die Unterbeschäftigung, die auch Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen erfasst, lag mit 3,605 Millionen Menschen um 19.000 höher als vor einem Jahr. Nach den aktuellsten Daten für April wurde für 133.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren laut BA 101.000 weniger als im Vorjahresmonat.