
von
Die Umsatzrendite (bereinigte EBITDA-Marge) soll nun am oberen Ende der bisher erwarteten Spanne von 18,5 bis 19,0 Prozent liegen. Der Auftragseingang von Jänner bis September lag mit 3,56 Mrd. Euro 77 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Darunter waren Eurofighter-Radare sowie Großaufträge für die Zielerfassungssysteme des Schützenpanzers Puma und des Radpanzers Schakal. Damit hat das Orderbuch des Optronik- und Sensor-Spezialisten aus Taufkirchen bei München nun ein Volumen von 10,37 Mrd. Euro. Der Auftragsbestand auf Rekordniveau gebe dem Konzern die Planungssicherheit, Technologie und Kapazitäten auszubauen, erklärte Finanzvorstand Christian Ladurner.
Der Umsatz wuchs um 21 Prozent auf 1,86 Mrd. Euro. Noch stärker legte der Betriebsgewinn zu. Das bereinigte EBITDA kletterte um 33 Prozent auf 281 Millionen Euro. Ladurner führte dies auf Skaleneffekte und ein diszipliniertes Kostenmanagement zurück. Operativ flossen noch 104 Mio. Euro ab nach 119 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum (bereinigter Free Cashflow). Normalerweise gehen Rüstungsunternehmen in Vorleistung, ehe die erreichten Meilensteine im vierten Quartal Zahlungen der Auftraggeber auslösen. Weil Hensoldt seit einiger Zeit höhere Anzahlungen verlangt, lag der bereinigte Free Cashflow im dritten Quartal mit 32 Mio. Euro im positiven Bereich.
The logo of German company Hensoldt specialised in technology and innovation for defence and security electronics is seen at the company's production site in Ulm, southern Germany on January 16, 2023. (Photo by THOMAS KIENZLE / AFP)