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Der Magenta-Mutterkonzern steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 5,5 Prozent auf 31,1 Mrd. Euro. Der operative Gewinn wuchs um acht Prozent und übertraf mit 12,2 Mrd. Euro die Markterwartungen leicht. Als Dividende schlug das Management 1,10 Euro je Aktie vor. Ein Börsianer bezeichnete die Quartalsergebnisse als stark. Anleger hätten jedoch auf eine etwas höhere Dividende gehofft. Zudem drückten die anhaltenden Spekulationen über eine Fusion von Telekom und T-Mobile auf die Stimmung.
Dieses Thema beherrscht seit Monaten die Schlagzeilen. Den Überlegungen zufolge sollen die beiden Unternehmen in einer gemeinsamen Holding aufgehen. Telekom-Chef Höttges werbe beim Bund, der mit rund 28 Prozent an dem Konzern beteiligt ist, für diesen Plan, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Insider. Anderen Medien zufolge hat er ihn dagegen auf Eis gelegt.
Letzteres wäre ein Schritt in die richtige Richtung, betonte Matthias Lützen, Portfoliomanager des Vermögensverwalters Union Investment. "Ich war von Beginn an skeptisch, weil sich mir die industrielle Logik nicht erschlossen hat." Andere Experten bezweifelten, dass der Unternehmenswert durch einen Zusammenschluss wie erhofft gesteigert werden kann. Zudem seien US-Anleger nicht daran interessiert, sich durch die Fusion ein europäisches Unternehmen mit vergleichsweise schwachem Wachstum ins Portfolio zu holen.
Als Hauptmotiv für einen Zusammenschluss gilt der wachsende Konkurrenzdruck durch Starlink, die Satellitentochter des Raumfahrtkonzerns SpaceX. Das Unternehmen des Milliardärs Elon Musk sicherte sich unlängst in den USA ein weiteres landesweites Paket an Funkfrequenzen, um künftig satellitengestützte Gespräche und Internetverbindungen über handelsübliche Smartphones anzubieten. "Das Thema ist ernst zu nehmen", betonte Marcel Tietjen, Technologie-Experte der Beratungsfirma BearingPoint. "Vor zwei Jahren galt Satellitenempfang auf dem Handy noch als Nische." Inzwischen könnte sich einer Umfrage seines Hauses zufolge ein Drittel aller Mobilfunkkunden in Deutschland einen Wechsel zu Starlink vorstellen.
Telekom-Chef Höttges bezeichnete den drohenden Wettbewerb mit Musk neben den Umwälzungen durch künstliche Intelligenz (KI) unlängst als die größte Herausforderung für sein Unternehmen. Er verwies zudem darauf, dass der Milliardär nach T-Mobile greifen könnte. Einem Medienbericht zufolge liebäugelt SpaceX derzeit jedoch mit der Übernahme des US-Mobilfunkers Boost, einer Tochter des Satellitenbetreibers EchoStar. Starlink benötigt ein traditionelles Handynetz, da direkte Verbindungen vom Smartphone zum Satelliten nur bei freier Sicht in den Himmel funktionieren.
Die Europäische Union (EU) hat einen Großteil der im kommenden Jahr zur Neuvergabe anstehenden Lizenzen für europäische Anbieter reserviert. Um diese Frequenzen will sich die T-Mobile-Mutter Telekom gemeinsam mit Telefonica aus Spanien, Vodafone aus Großbritannien und Orange aus Frankreich bewerben. Die Unternehmen müssten rasch entsprechende Tarife mit Satellitenempfang anbieten, riet BearingPoint-Experte Tietjen. "Wer die Satelliten betreibt, wird dabei weniger wichtig als die Frage, wem der Kunde gehört."
ARCHIV - 26.02.2025, Nordrhein-Westfalen, Bonn: Logos der Deutsche Telekom leuchten auf der Zentrale des Unternehmens. (zu dpa: «Bis zu 35.000 Kunden von Festnetzausfall in Jena betroffen») Foto: Oliver Berg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++