
Immer mehr Kandidat:innen brechen Bewerbungen ab. Die KI beschleunigt diesen Trend.
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Ghosting kennt man aus der Datingwelt. Der Kontakt bricht ab, die Spur endet im Nichts. Was am Liebesmarkt für Verunsicherungen sorgt, ergreift nun auch den Arbeitsmarkt. Jobbewerber verschwinden sang und klanglos mitten im Recruitingprozess.
Eine aktuelle Studie des Karriereservices LiveCareer unter 918 Personalern zeigt die Dimension: 88 Prozent wurden bereits geghostet, 71 Prozent beobachten eine Zunahme. Zwölf Prozent geben an, dass sie sogar nach einer Stellenzusage „geghostet“ wurden. Einen Grund dafür haben die Personalfachleute auch gefunden: 65 Prozent machen KI und Automatisierung mitverantwortlich. Chatbots oder standardisierte Mails beschleunigen Abläufe zwar, entpersonalisieren sie aber auch. „Wer das Gefühl hat, mit einer Maschine zu sprechen, steigt eher aus. Für Arbeitgeber kann diese Entfremdung zu Verlust von Talenten und großer Frustration führen“, so Jasmine Escalera, Karriereexpertin bei LiveCareer.
Dieser Artikel ist im trend.PREMIUM vom 6. März 2026 erschienen.
