Corporate Influencer: Wie Mitarbeitende Marke machen

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INSIDE. Die erfolgreiche Generali-Kampagne schuf mit zwei Mitarbeiterinnen Bewusstsein für den Gender Insurance Gap.©beigestellt
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Corporate Influencer verleihen Marken ein menschliches Gesicht und Glaubwürdigkeit. Das zeigen eine aktuelle Studie und die gelebte Praxis.

Vertrauen und Authentizität zählen zu den härtesten Währungen im Marketing. Leicht zu verdienen sind sie nicht. Social Media haben die Spielregeln verändert. Marken bekommen dort ein Gesicht. Und zwar dann, wenn Mitarbeitende selbst zu Absendern werden. Corporate Influencer verbinden persönliche Perspektiven mit unternehmerischen Botschaften. Sie machen Unternehmen greifbar.

Wie gut das funktioniert, zeigt eine Doppelstudie von Marketagent in Kooperation mit der Österreichischen Marketing Gesellschaft. Befragt wurden 230 Marketingprofis und 1.000 Menschen aus der österreichischen Bevölkerung. Das Ergebnis überrascht kaum. 80 Prozent der Expertinnen und Experten sind überzeugt, dass Mitarbeitende, die über ihr Unternehmen sprechen, glaubwürdiger wirken als klassische Unternehmenskommunikation.

Und die Bevölkerung? 64 Prozent halten Werbung mit echten Mitarbeitenden für glaubwürdig. Noch besser schneiden nur echte Kundinnen und Kunden ab. 80 Prozent vertrauen auf ihre Stimmen.

Für Amir Tavakolian von der Agentur Virtual Identity sind das erwartbare Werte. Er betreut unter anderem Corporate-Influencer-Kampagnen für Generali. „Dort hat man das Potenzial von Social Media schon vor mehr als zehn Jahren erkannt und Mitarbeitenden im Außendienst ermöglicht, relevante Inhalte markenkonform auszuspielen“, sagt er. Eine solide Basis. „Es hat sich gezeigt, dass Kampagnen mit eigenen Mitarbeitenden gut funktionieren. Es braucht echte Menschen, um Markengeschichten zu erzählen.“

Die Aufgabe der Agentur war es, diese Menschen sichtbar zu machen. Besonders erfolgreich war eine Initiative, bei der zwei Generali-Mitarbeiterinnen das Thema Frauen und Versicherungen in den Fokus rückten. „Wir waren die Ersten, die den Gender Insurance Gap thematisierten und dafür Bewusstsein geschaffen haben“, so Tavakolian. Im vergangenen Jahr ging man noch einen Schritt weiter und zeigte mit drei Kundinnen Einblicke in die Arbeit des Versicherers.

Wie geht es weiter? Für Tavakolian ist klar: Corporate Influencing wird strategischer und breiter aufgestellt. Mehr Mitarbeitende werden geschult, um als glaubwürdige Stimmen aufzutreten. Gleichzeitig rücken echte Kundinnen und Kunden stärker ins Zentrum der Kommunikation. Die Logik dahinter ist einfach. Wer Vertrauen gewinnen will, muss Menschen sprechen lassen.

Der Artikel ist im trend.PREMIUM vom 3. März 2026 erschienen.

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