Wie Tojners Asta Energy zum IPO-Kaiser wurde

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Der heimische Kupferspezialist Asta Energy Solutions hat seit seiner Erstnotierung im Jänner um 110 Prozent zu gelegt - mehr als Space X und alle anderen europäische Börsendebütanten des heurigen Jahres.

Der Hype um das IPO von Space X suchte seinesgleichen. Dafür war das Ergebnis schwach. Die Aktie notiert noch immer 13 Prozent unter ihrem Ausgabewert. Um den Börsengang des heimischen Kupferspezialisten Asta Energy Solutions wurde hingegen wenig Rummel gemacht. Das Unternehmen hat seinen Sitz zwar in Oed, einer kleinen Ortschaft in Niederösterreich, ist Ende Jänner aber in Frankfurt an die Börse gegangen. Dafür ist es bislang der erfolgreichste europäische IPO des Jahres. Die Aktie hat in wenigen Monaten um 110 Prozent zugelegt.

Zum Vergleich noch ein paar andere Ergebnisse europäischer Börsendebütanten: Seit dem Start zu Jahresbeginn an der Börse in Prag hat der Rüstungskonzern Czechoslovak Group 40 Prozent an Wert verloren. Die Aktie der Gabler Group, eines deutschen Messtechnikspezialisten, liegt seit dem IPO Anfang März mit ganzen vier Prozent im Plus. Und der deutsche Experte für Energie- und Mechatroniklösungen Vincorion kommt seit der Erstnotierung im März gerade einmal auf drei Prozent. Nur die US-Biotech-Boutique Verademics hat seit ihrem Börsengang heuer mit 150 Prozent zulegen können. Das Unternehmen hat aber lediglich 35 Beschäftigte. Asta Energy kommt auf 1.400 weltweit.

Der Industrielle Michael Tojner erwarb Asta im Jahr 2017 und machte das Unternehmen durch Zukäufe zum Weltmarktführer bei speziellen Kupferkomponenten. In den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres sicherte sich Asta Energy bereits mehrere neue Langzeitverträge mit Unternehmen wie Siemens Energy und Andritz. 2026 steuert das Unternehmen nach eigenen Angaben auf ein Rekordjahr zu. Erst vor wenigen Tagen hatte das Management seine Ergebnisprognose für das Jahr angehoben. Die Analysten sehen für die Aktie daher noch ein deutliches Aufwärtspotenzial von über 25 Prozent.

Dass der Börsengang von Asta nicht in Wien, sondern in Frankfurt erfolgte, war für manche ein Schönheitsfehler. Doch dass die Wahl auf die deutsche Börse fiel, hat seinen guten Grund. Siemens Energy ist mit knapp sechs Prozent ein Anker-Investor des heimischen Unternehmens und bedeutender Abnehmer. An der Spitze des Rankings der europäischen IPOs steht aber ein Unternehmen aus Österreich.

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