
Netflix-Erfolgsserie „House of Cards“
©imago/ZUMA PressDavid Bader-Eggers, Gründer der Stockanalyzer-App, Aktien-Favorit ist der Streamningdienst Netflix. In seiner eigenen Bewertungsmethodik gibt er der Aktie 80 von 100 Punkten.
Netflix ist der weltweit größte Streamingdienst-Anbieter und hat erfolgreiche Eigenproduktionen wie etwa die Serie „House of Cards“ im Programm. Trotzdem befindet sich die Aktie auf Talfahrt. Der Titel hat in den vergangenen zwölf Monaten etwas mehr als 30 Prozent eingebüßt.
David Bader-Egger ist Gründer der Stockanalyzer-App und beschäftigt sich schon lange mit Value-Investing. Er hat die Aktie gerade gekauft: „Das Geschäft von Netflix ist einfach Weltklasse. Die Aktie war aber jahrelang zu teuer und notiert jetzt wieder bei einem vernünftigen Preis.“ Ein wesentliches Kriterium für den Kauf war der Burggraben-Faktor. Je größer er ist, desto schwieriger wird es für neue Konkurrenten, in das Geschäftsmodell einzusteigen. In Bader-Eggers Bewertungsmethodik dafür erreicht Netflix 80 von 100 Punkten, der Burggraben ist also weit. Bei der Beurteilung des Preises ist Netflix nach der Cashflow-Bewertung günstig.
Das KGV von rund 23 lässt die Aktie wieder teuer erscheinen. Bader-Egger: „Für ein Geschäft höchster Qualität darf man schon etwas über dem reinen Rechenwert zahlen. Hier zahle ich einen Aufschlag, der mir gerechtfertigt erscheint.“
Der Artikel ist im trend.PREMIUM vom 4. September 2026 erschienen.