
Noch nie war es einfacher als jetzt, mit Investitionen in Innovation und Wachstum ein Vermögen aufzubauen.
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Zur Einstimmung: Muss man ein Genie sein, um mit Aktien Erfolg zu haben? Oder überragendes Finanzwissen aufbauen? Oder über einflussreiche Kontakte verfügen?
Nein! Vermögensaufbau mit globalen Aktien ist einfach und verschafft Ihnen Anteil an Innovation und Wachstum Österreichs, Europas und der Welt. Sie müssen weder künftige BIPs vorhersagen noch Kursrückgänge vorhersehen oder ein Guru für die Wahl der „richtigen“ Titel sein. Sie brauchen nur Geduld, Disziplin – aber auch ein wenig Zeit.
Als ich vor 54 Jahren meine Laufbahn gestartet habe, hatten Privatanleger mit erheblichen Hürden zu kämpfen. Informationen waren rar. Ohne Internet bedeutete Recherche, Bibliotheksarchive, Nachrichten und Unternehmensberichte zu durchforsten. Informationen über ausländische Unternehmen? Kaum zugänglich!
Bis 1975 lagen die Transaktionsgebühren in den USA im Schnitt bei zwei Prozent. Ähnliche Hürden belasteten auch den europäischen Markt.
Heute? In den USA ist der Aktienhandel fast kostenlos. Selbst in Europa gibt es zahlreiche günstige Möglichkeiten. In Österreich sorgte die Privatisierungswelle Ende der 1980er-Jahre für mehr Liquidität und Anlagemöglichkeiten, während automatisierte Handelssysteme ab 1989 die Effizienz steigerten. Und Datenzugang heute? Smartphones machen riesige Datenmengen sofort verfügbar. Jeder kann problemlos ein Onlinekonto eröffnen.
Sie haben kein glückliches Händchen? Kein Problem. Sie müssen nicht das nächste Amazon, Nvidia oder LVMH finden. Mit ETFs können Sie den breiten Markt günstig abdecken und an Innovation, Wachstum und Entwicklung Europas und der Welt teilhaben. Wer in einen breit aufgestellten Fonds investiert, braucht keine Kristallkugel, um den nächsten Tech-Riesen oder Handelsgiganten auszumachen. Sie werden automatisch dabei sein, während der schöpferische Fortschritt des Kapitalismus weiter an Dynamik gewinnt. Und das wird er.
Das lehrt uns Ihr Landsmann, der Ökonom Joseph Schumpeter. Nehmen wir Nixdorf Computer in Deutschland: Heinz Nixdorf gründete das Unternehmen 1952. 1985 verfügte der Konzern über Tochtergesellschaften in 44 Ländern und 23.000 Mitarbeiter. 1987 galt das Unternehmen als Deutschlands angesehenstes Unternehmen. Und dann? Ein sich wandelndes Umfeld führte zu hohen Verlusten und schließlich zur Übernahme durch Siemens.
Betrachten wir die 20 global größten Aktien nach Marktkapitalisierung 1970, darunter AT&T und IBM. Bis 1990 schafften es nur noch sieben von ihnen in die Top 20. 2010 waren es nur noch fünf. Und heute? Keine einzige! Alle wurden von innovativen Newcomern überholt; und diese bescherten ihren Aktionären Gewinne.
Das ist ein Merkmal des Kapitalismus – kein Fehler. Nur wer Aktien besitzt, kann auch profitieren. Gilt das auch für Gold und Bitcoin? Nein. Für Anleihen? Begrenzt!
Wer in den gesamten globalen Aktienmarkt investiert, wird damit nicht schnell reich. Aber darum geht es bei Aktien nicht. Es geht darum, den Zinseszinseffekt zu nutzen. Seit 1969, dem Anfang umfassender Datensammlung an der Wiener Börse, erreichten österreichische Aktien annualisiert acht Prozent und globale Aktien neun Prozent. US-Aktien erzielten seit 1925 in US-Dollar eine annualisierte Rendite von etwas mehr als zehn Prozent.
Das bedeutet allerdings nicht, dass es keine Kursrückgänge gibt. US-Aktien legten seit 1925 in 74 Prozent dieser Jahre zu. Der MSCI World Index bestätigt dieses Bild: Seit 1969 verzeichnete er in 73 Prozent der Jahre Gewinne. Und Österreich? 77 Prozent. Somit war etwa ein Viertel der Jahre negativ. Bei einer breit gestreuten Buy-and-Hold-Strategie kommt es darauf an, auch in diesen Phasen diszipliniert zu bleiben.
Sie glauben, Ihnen fehlt das Geld für den Einstieg? Nein: Wer 30 Jahre lang 100 Euro im Monat investiert und konstant acht Prozent Rendite pro Jahr erzielt, kommt auf fast 150.000 Euro, das Vierfache der eingezahlten 36.000 Euro. Die kurzfristige Belastung Ihrer Ersparnisse zahlt sich langfristig aus.
Investieren Sie also in Aktien und sichern Sie sich einen langfristigen Anteil an der Dynamik der Weltwirtschaft.
Der Artikel ist im trend.PREMIUM vom 4. September 2026 erschienen.
Über die Autoren
Ken Fisher
Kenneth Lawrence Fisher, geb. 1950, ist Investment-Analyst und einer der erfolgreichsten Investmentberater der USA. Er ist zudem Autor zahlreicher Bücher zu den Themen Wirtschaft und Finanzen. Fisher ist Gründer und Vorsitzender von Fisher Investments, einer Firma für Finanzberatung und Vermögensverwaltung mit Sitz in Camas, Washington.