Die Top 5 KI-Investment-Tools

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Nicht immer hält KI-gestützte Finanz- und Anlageberatung das, was sie verspricht. Welche KI-Investment-Tools am besten funktionieren und welche Tücken es noch gibt. 

1. Warren AI

Dieses Tool ist von Grund auf für Anleger entwickelt worden. Der Name ist eine Anlehnung an Investorenlegende Warren Buffett. Während andere Finanz-Chatbots eher generalistisch ausgerichtet sind, findet man bei Warren AI bereits vorgefertigte Funktionen für Aktien-Screening, fundamentale Analysen oder technische Charts. Es gibt mehr als 12.000 Filterkriterien wie KGV, KBV, Margenentwicklung und ähnliches. Warren AI greift auf eine globale Datenbank zu und deckt rund 135.000 Wertpapiere ab, darunter Aktien, Anleihen und ETFs.
Kosten: ab 8,80 Euro pro Monat

2. ChatGPT

Das für den generellen KI-Einsatz entwickelte LLM ist für Aktientrades nur bedingt tauglich. Der Umfang der Wertpapierdatei ist beschränkt. Investmentideen werden nur eingeschränkt geliefert. Der Zugang zu Finanzdaten ist stark von den eingegebenen Prompts abhängig. Wenn man ChatGPT mit passendem Input füttert, können aber Szenarien simuliert werden, etwa wie sich eine Aktie in früheren Marktphasen entwickelt hat. Es gibt eine Erklärfunktion, die Newcomern zeigt, wie etwa eine Discounted-Cashflow-Berechnung funktioniert.
Kosten: ab 20 Euro pro Monat

3. Perplexity Computer

Der Finanzbereich ist einer der häufigsten Einsatzbereiche von Perplexity Computer. Das Programm ist die Vorstufe von Perplexity Finance, das sich an professionelle Asset Manager richtet. Aber bereits in dieser Stufe werden private Trader mit allen notwendigen Features bedient. Dafür werden 20 eigenständige KI-Modelle eingesetzt und die Ergebnisse kombiniert. Kurse aller marktrelevanten Aktien, Investmentfonds und ETFs werden in Echtzeit geliefert. Das Programm greift auf Finanzdaten von Ratingagenturen wie etwa Morningstar, der SEC oder auf Geschäftsberichte zu. Darauf aufbauend werden konkrete Investmentanalysen erstellt. Es liefert Informationen nicht nur zu börsennotierten Unternehmen, sondern auch zum Immobilienmarkt und zum Private-Equity-Sektor. Perplexity erklärt Kursbewegungen, indem Marktdaten mit Unternehmensereignissen und Nachrichten kombiniert werden. Interaktive Diagramme markieren Ereignisse wie Eigentümerwechsel oder spezielle Analystenbewertungen. Zu jedem präsentierten Zahlenwert wird eine Quelle angegeben und kann nachvollzogen werden.
Kosten: 18 Euro pro Monat

4. Gemini

Gemini bietet einen guten Kompromiss zwischen allgemeinem Chatbot und Finanzfunktionen. Vor allem Neueinsteigern wird eine einfache Nutzung geboten. Die Bedienung ist simpel gehalten, sodass man nicht ewig nach Funktionen suchen musst. Der Umfang der Wertpapierdatei ist beschränkt. Es gibt auch keinen Zugang zu Live-Markt-Daten. Ständig aktuelle Börsenkurse sucht man hier vergeblich. Es gibt auch keine maßgeschneiderten Investmentempfehlungen. Man kann aber beispielsweise Nachrichtenartikel hochladen, und Gemini beurteilt, ob die Stimmung für eine Aktie eher positiv, negativ oder neutral ist.
Kosten: ab 19,90 Euro pro Monat

5. Claude

Ein gutes Fundament für Grundsatzüberlegungen: Claude kennt viele Finanztheorien und Bewertungsmethoden und kann ökonomische Prinzipien schlüssig erklären. Wer wissen möchte, welche Kennzahlen in einer bestimmten Branche entscheidend sind, findet hier Hilfe bei der Recherche. Claude hilft auch zu erkennen, wie unterschiedliche Faktoren – zum Beispiel Zinspolitik und Unternehmensbewertungen – miteinander verknüpft sind. Bis zu einem gewissen Punkt kann Claude einen Überblick über vergangene Marktphasen geben, was bei Rückblickanalysen interessant ist. Es gibt aber keine Echtzeitdaten: Claude kennt keine brandneuen Börsenkurse oder aktuelle Unternehmensmeldungen. Es gibt auch keine spezifischen Anlageempfehlungen. Es bleibt dem User selbst überlassen, wie er Claudes Informationen für konkrete Investments einsetzt.
Kosten: ab 18 Euro pro Monat

Der Artikel ist im trend.INVEST vom 12. Juni erschienen.

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