
Peter Schlögl, Vize-Rektor Uni Klagenfurt, Erich Schwarz, Leiter Aspire, Reinhard Fuchs, Glacier, Verena Judmayr, Matr, Sören Lex, Plasticpreneur und Paula-Marie Pucker, trend
©trend/Michael Rausch-SchottWie lassen sich gesellschaftliche und ökologische Ziele mit wirtschaftlichem Erfolg verbinden? Bei einer Veranstaltung des Universitätszentrums Aspire der Universität Klagenfurt und des trend sprachen Gründer:innen über wirtschaftliche Herausforderungen, schwierige Entscheidungen und den Mut zum Scheitern.
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Eine gute Idee, eine klare Mission und der Wille, etwas zu verändern: Wer ein Impact-Start-up gründet, will nicht nur Geld verdienen, sondern auch gesellschaftliche oder ökologische Probleme lösen. Eine überzeugende Mission allein macht aber noch kein erfolgreiches Geschäftsmodell. Wie sich gesellschaftliche Wirkung und wirtschaftliche Tragfähigkeit verbinden lassen, darüber diskutierten Gründer:innen bei der Veranstaltung „Unternehmertum mit impACT“, organisiert vom Universitätszentrum Aspire und dem trend an der Universität Klagenfurt. Den Abend moderierte Erich Schwarz, Leiter des Universitätszentrums Aspire Center for Entrepreneurship, Innovation und Social Competence, und trend-Redakteurin Paula-Marie Pucker.
„Märkte drehen sich, Pläne ändern sich. Impact ist mein Warum: Antrieb und Richtung zugleich“, erklärte Verena Judmayer, Co-Gründerin des Start-ups Matr. Auch für Rainhard Fuchs vom österreichischen Klima-Start-up Glacier waren persönliche Überzeugungen ausschlaggebend für den Schritt ins Unternehmertum.
Doch gesellschaftlicher Mehrwert allein reicht nicht aus, um langfristig am Markt zu bestehen. Entscheidend ist, aus einer guten Idee ein funktionierendes Geschäftsmodell zu entwickeln. Das betonte auch Sören Lex von Plasticpreneur, einem Unternehmen, das sich mit Kunststoffrecycling beschäftigt. „Es muss so einfach und verlässlich sein, dass es im Alltag funktioniert. Damit aus einer wirkungsvollen Idee ein tragfähiges Angebot wird, braucht es einen klaren Nutzen und eine Lösung, die Menschen verstehen und gerne einsetzen.“
Die Gründer:innen sprachen allerdings nicht nur über Erfolge, sondern auch über schwierige Phasen ihrer unternehmerischen Laufbahn. Dazu gehören veränderte Marktbedingungen, strategische Kurswechsel und mitunter auch die Entscheidung, ein Unternehmen zu schließen.
Ein zentrales Thema des Abends war deshalb auch der Umgang mit Rückschlägen und Herausforderungen. Denn nicht jede Gründung ist erfolgreich, nicht jedes Geschäftsmodell erweist sich als tragfähig. Das Ende eines Unternehmens muss allerdings nicht bedeuten, dass auch die ursprüngliche Mission aufgegeben wird. Erfahrungen aus gescheiterten oder veränderten Geschäftsmodellen können vielmehr die Grundlage für neue unternehmerische Vorhaben bilden.