Batteriespeicherpläne von Pierer und Paierl

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Stefan Pierer
 © trend/Lukas Ilgner

Zähe Genehmigungsverfahren machen dem Neo-Energie-Joint-Venture von Stefan Pierer (Bild) und Herbert Paierl zu schaffen.

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Der Industrielle Stefan Pierer und sein steirischer Landsmann Herbert Paierl steigen mit einem Joint Venture ins boomende Business für Batteriespeicher ein.

Stefan Pierer mag keine großen Interviews mehr geben. Fast zwei Jahre nach der Milliarden-Pleite seines Lebenswerks KTM ist der Industrielle jedoch schon wieder an verschiedensten Ecken und Enden umtriebig. „Ich pflege mein Netzwerk im Stillen“, sagt der Unternehmer, der im November 70 wird, zum trend.

Besonders hält ihn nach eigenen Angaben seine deutsche Autozulieferfirma Leoni auf Trab, von der er 2025 die Mehrheit an den chinesischen Luxshare-Konzern verkauft hat. Ende April haben die Chinesen – ein Unternehmen mit mehr als 400.000 Mitarbeitern – von 50,1 auf 74,9 Prozent aufgestockt. Auf Luxshare-Chairwoman Grace Wang hält Pierer, der weiterhin ein Viertel hält, große Stücke.

Er unterstützt aber auch aktiv den expansiven Welser Reststoffverwerter Reploid und die Linzer KI-Firma NXAI, an beiden Unternehmen hält er Anteile. Jüngst hat der ehemalige „Mister KTM“ aber auch eine gemeinsame Firma mit Herbert Paierl gegründet, dem früheren steirischen Wirtschaftslandesrat. Paierl ist Chef des Interessenverbands Photovoltaic Austria, der zu Jahresbeginn in Photovoltaic & Battery Austria umbenannt wurde. Und genau in diesem boomenden Bereich der Batteriespeicher will das Duo auch tätig werden.

Hindernis Bürokratie

PPStorage GmbH heißt das gemeinsame Start-up, an dem Paierl und Pierer je 50 Prozent halten und sich die Geschäftsführung teilen. Es handle sich um „kleinere Anlagen“, sagt Paierl, derzeit kämpfe man noch mit den Verschlungenheiten der österreichischen Bürokratie. Näheres will er 2027 verraten, wenn das Projekt dann hoffentlich startklar – und sichtbar – ist.

Die beiden Steirer sind seit Langem miteinander befreundet. Pierer lockte Paierl, der damals als Magna-Manager in Kanada tätig war, 2005 zurück nach Europa – mit dem später gescheiterten Unterfangen, in einem Konsortium die damals zum Verkauf stehende VA Tech Hydro zu kaufen.

Die Pierer Industrie AG, an der auch die Anteile am Feuerwehrausrüster Rosenbauer hängen, hat zuletzt einen Halbjahresgewinn von 37,5 Millionen Euro geschrieben, dazu hat auch der Teilverkauf bei Pankl Racing und bei Leoni beigetragen.

Der Artikel ist im trend.PREMIUM vom 9. Oktober 2026 erschienen.

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