
Gerald Hackl (links) verlässt das Unternehmen, Klaus Schörghofer wird es künftig führen.
©Vivatis/Egger GetränkeÜberraschend verlässt der langjährige CEO Gerald Hackl den 1,4-Milliarden-Euro-Umsatzkonzern aus dem Raiffeisen-Oberösterreich-Reich. Sein Nachfolger wird der frühere Brau-Union-Chef Klaus Schörghofer.
Beim stillen Riesen der heimischen Lebensmittelbranche, dem in Linz ansässigen Vivatis-Konzern, ist es kurzfristig laut: Am Freitag wurde bekannt, dass Langzeitchef Gerald Hackl gemeinsam mit seinem Finanzchef Klaus Sperrer das Unternehmen verlässt. Es ist mit einem breit aufgestellten Portfolio von Opernball-und Schönbrunn-Catering über Skihüttenkost bis zur Tierkadaververwertung zu einer Größe mit 1,4 Milliarden Euro heran gewachsen.
Zu den Gründen des Ausscheidens von Hackl, 55, und Sperrer, 45, werden in der offiziellen Aussendung keine Angaben gemacht. Hackl war 2013 an die Spitze von Vivatis gekommen, kurz nachdem Heinrich Schaller als RLB-OÖ-Chef von Ludwig Scharinger übernommen hatte. Seit Mai 2025 führt Reinhard Schwendtbauer die Bank.
Bekannt gegeben wurden jedoch die Nachfolger: Mit Anfang Oktober wird Klaus Schörghofer, früherer Brau-Union-Chef und zwischenzeitlich beim Bierriesen Egger, Hackls Nachfolger. Neuer Cheffinanzer und Vize-Vorsitztender der Vivatis Holding AG wird Daniel Haider, ein Raiffeisen-Beteiligungsexperte. Beide sind 44 Jahre alt. CTO bleibt Franz Schütz, 54.
Der Konzern mit Marken wie Maresi, Gourmet oder Wojnar's und Gastroperlen wie dem Wiener Rathauskeller und dem Café Schwarzenberg an der Ringstraße erzielte 2025 mit 4.116 Mitarbeiter:innen einen Jahresumsatz von 1,43 Milliarden Euro, ein Plus von sechs Prozent.
