Casinos Austria: Weniger Gewinn, mehr Ausschüttungen

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 © APA/HELMUT FOHRINGER
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Exklusiv: Kurz vor der Lizenzvergabe in Österreich präsentiert Marktführer Casinos Austria ein durchwachsenes Jahresergebnis für 2025. Das internationale Geschäft ist tiefrot.

Bevor es in Österreich bei den Lizenzausschreibungen der zwölf Casinos und der Lotterien so richtig zur Sache geht, lässt der teilstaatliche Casinos-Austria-Konzern noch einmal tief in die Geschäftslage blicken. Ende September wurden die Jahreszahlen für das Geschäftsjahr 2025 beim Firmenbuch hinterlegt. trend hat sich diese Zahlen näher angesehen.

Während die Bruttospielerträge im Konzern auf 1,56 Milliarden Euro leicht gesteigert werden konnten, ging das Ergebnis von 192,6 auf 149,7 Millionen Euro deutlich zurück. Besonders deutlich fiel der Rückgang des Ergebnisses bei dem traditionell als Cash Cow geltenden Lotterien-Geschäft aus: von 113,25 auf 81,3 Millionen Euro. Dies, so lässt sich den Erläuterungen entnehmen, ist hauptsächlich auf erhöhte Steuern und einen positiven Sondereffekt im Jahr 2024, zurückzuführen.

International-Geschäft mit Verlusten

Dramatisch nimmt sich hingegen die Lage der Casinos Austria International, also der Auslandscasinos, aus: Der Verlust der Lizenz von zehn Casinos in Niedersachsen und die Schließung des Casinos in St. Moritz führte dazu, dass der Brutto-Spielertrag von 220,37 Millionen Euro auf 96 Millionen Euro einbrach. Der Verlust der prestigeträchtigen Lizenz in Brüssel – der trend berichtete exklusiv – ist darin aber noch gar nicht enthalten. Er erfolgte diesen Sommer. Das Ergebnis des International-Geschäfts färbte sich mit minus 26,18 Millionen Euro tiefrot. Das wird in der Bilanz mit Abschreibungen, Wertminderungen und höheren Personalaufwendungen erklärt.

So durchwachsen die Jahreszahlen für 2025 ausfallen, so erfreulich fällt die Dividende für die Aktionäre der Casag – neben der Staatsholding Öbag ist dies vor allem der tschechische Hauptaktionär Allwyn – aus: Der Bilanzgewinn von 164,2 Millionen Euro wird zur Gänze ausgeschüttet. Das ist mehr als im Vorjahr, als knapp 150 Millionen Euro an die Aktionäre floss. Auf neue Rechnung vorgetragen werden lediglich 660 Euro.

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