
Palfinger schreibt sein Russland-Geschäft im dritten Quartal um rund 135 Mio. Euro ab. Die Wertberichtigung belastet den Konzerngewinn, während das Ebit davon unberührt bleibt.
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Der Salzburger Kranhersteller Palfinger bereitet eine Wertberichtigung seines Russland-Geschäfts vor. "Infolgedessen werden Vermögensgegenstände in Russland in Höhe von etwa 135 Millionen Euro im Q3 2026 ergebniswirksam wertzuberichtigen sein", teilte der Konzern mit. Der Vorstand erwartet für das erste bis dritte Quartal 2026 ein Betriebsergebnis (EBIT) von rund 120 Mio. Euro; im Vergleichszeitraum 2025 betrug das Ebit noch 130,7 Mio. Euro.
Warum dieser Schritt nötig ist, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Im Geschäftsbericht 2025 hatte es jedoch im Risikobericht geheißen: „Sollte sich die herrschende Meinung zur Vollkonsolidierung russischer Tochterunternehmen ändern, besteht (...) das Risiko einer Entkonsolidierung."
„Nach den anwendbaren Buchführungsvorschriften ist der Effekt aus der Wertberichtigung nicht im Ebit, sondern als Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (Result from Discontinued Operations) gesondert zu zeigen. Die Wertberichtigung wird folglich das Net Income entsprechend vermindern", so Palfinger.
Es werde erwartet, dass das Net Income durch die Entkonsolidierung in den kommenden Quartalen mit einem weiteren erheblichen Effekt im Zusammenhang mit dem Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung belastet werde. „Die Höhe des Effekts ist abhängig von der Währungsentwicklung und würde derzeit rund 45 Millionen Euro betragen", rechnet das börsennotierte Unternehmen vor.
Ende Juli hatte Palfinger bekannt gegeben, dass die Finanzziele für 2027 verschoben werden, was die Aktie unter Druck gebracht hatte. Im Halbjahr 2026 ging der Konzerngewinn um 4 Prozent auf 48 Mio. Euro zurück. Der Umsatz stieg um 2 Prozent auf rund 1,17 Milliarden Euro. Palfinger ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei Ladekranen, Holz- und Recyclingkranen sowie Hakenliften.