
Neue Details aus Gesprächen mit SIGNA-Insidern: wie René Benko Schulden versteckte, mit der Laura Holding Steuern umging und mit überhöhten Handelsmieten die Immo-Werte aufblies. Am Ende hatte er sich den Zugang zum Kapitalmarkt verbaut.
Manchmal ging die Machtfantasie mit René Benko durch. Ein Investor erinnert sich an ein Meeting, in dem sich der Signa-Gründer ein Goldenes Zeitalter ausmalte, weil „Sebastian Kurz sehr lange Bundeskanzler bleiben und mir die ‚Kronen Zeitung‘ gehören wird. Wir führen Österreich die nächsten 30 Jahre.“ So ganz aufgegangen ist diese Vision nicht.
Nach dem jähen Ende der Kanzlerschaft seines Freundes, für den er angeblich ein eigens gesichertes Telefon verwendete, entstand bei Geschäftspartnern der Eindruck, Benko plane, den Ex-ÖVP-Chef nach einer Abkühlungsphase zum CEO der Signa Holding inkl. Beteiligung zu machen. Was seitens Kurz in Abrede gestellt wird.
Wie dem auch sei: Signa wird es nicht mehr lange geben. In Gesprächen mit Investoren, Gläubigern und Anwälten ging der trend den Fragen nach, was am Ende der Knackpunkt für den Niedergang war, wieso selbst Profis das System bis kurz vor dem Ende nicht hinterfragten – und wie es um das verbliebene Vermögen des Nichtmehr-Immobilienmilliardärs steht.
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