
Monika Köppl-Turyna leitet seit 2020 das Wirtschaftsforschungsinstitut Eco Austria.
©Lukas IlgnerMonika Köppl-Turyna bringt als Chefin des industrienahen Instituts Eco Austria Farbe in die mitunter fade Welt der Wirtschaftswissenschaften. Die neoliberale Ökonomin mit Zug zur Öffentlichkeit wird aber von der Kollegenschaft mitunter kritisch beäugt.
Eigentlich wollte Monika Köppl-Turyna ihre Social-Media-Aktivitäten stark zurückfahren. „Ich brauche das alles nicht mehr, das nimmt sehr viel Zeit weg“, sagt die Chefin des Wirtschaftsforschungsinstituts Eco Austria. „Ich bin inzwischen so gut etabliert, dass ich das nicht dauernd bespielen muss.“ Tatsächlich setzte sie noch vor einigen Monaten nahezu täglich einen Tweet ab, zuletzt aber nur sporadisch.
Doch vor einigen Tagen sah sich die Ökonomin gezwungen, ihre selbst auferlegte Social-Media-Abstinenz zu unterbrechen. Denn ihre im Auftrag der Industriellenvereinigung Oberösterreich verfasste Studie zur Klimaneutralität, die zum Schluss kam, dass in Österreich 40.000 Jobs verloren gingen, wenn man am Klimaziel 2040 festhielte, ließ die Wogen hochgehen. Kritik hagelte es nicht nur von Klimaforschern, sondern auch vom Konkurrenzinstitut IHS und vom Umweltbundesamt. Die Studie sei zu einseitig und ließe wesentliche Aspekte aus, lautete die Kritik im wesentlichen. Also sah sich Köppl-Turyna gezwungen, die Studie auf Linkedin zu verteidigen (...)
Lesen Sie den ganzen Artikel im trend.PREMIUM vom 4. September 2026.