
Meline Silanyan setzt mit Charly’s Pet Shop hinter der Wiener Börse auf Premium für Vierbeiner.
©WOLFGANG WOLAKNoch nie gaben Österreicher:innen so viel Geld für Hund, Katze und Co. aus. Davon profitieren internationale Konzerne wie Nestlé ebenso wie heimische Start-ups. Wohin sich der umkämpfte Milliardenmarkt rund um Haustiere entwickelt.
Der Hund hat Karriere gemacht – und eine ganze Branche mit ihm. Vom Hofhund zum Familienmitglied, vom Futternapf zum Milliardenmarkt. Wie sehr sich die Rolle des Hundes verändert hat, beobachtet die Tierarztfamilie Reinelt im burgenländischen Leithaprodersdorf seit Jahren aus nächster Nähe. „Mein Vater betreut seit Jahrzehnten einen Bauernhof. Der erste Hund durfte ausschließlich im Hof sein. Mittlerweile ist es der vierte Hund der Familie, und der darf ins Bett“, erzählt Simon Reinelt, der die Tierarztpraxis Viechdoktorei inzwischen führt.
Früher hatten Spike, Rex & Co. ihre eigene Hütte draußen vor der Tür und bewachten Haus und Hof. Cave canem! Doch dann durften sie auf einmal ins Haus, plötzlich war auch das Sofa nicht mehr tabu – und jetzt schlafen sie sogar im Bett. Laut einer repräsentativen Yougov-Studie darf jedes vierte Haustier in Österreich mit unter die Decke.
Aber Hunde, Katzen & Co. haben nicht nur die Betten, sondern auch die Geldbörserl von Frauerl und Herrl im Griff. Wo einst Napf, Leine und Hundehütte genügten, ist heute ein ganzes Ökosystem rund um das Wohlbefinden des Haustiers entstanden. Stubentiger, Fellnase und gefiederter Freund sind heute nicht mehr bloß Tiere, die mit uns leben, sondern Familienmitglieder, die bis zur Urne begleitet werden. Je stärker die Vermenschlichung, desto größer die Zahlungsbereitschaft (...)
Lesen Sie den ganzen Artikel im trend.PREMIUM vom 4. September 2026.