Borouge Group International: Turbulenter Start für Leuchtturmprojekt

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Die Anlagen von Borouge in Abu Dhabi blieben vom Krieg am Golf bislang verschont.

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Gleich nach der schweren Geburt der Borouge Group International gefährdet nun der Irankrieg den Erfolg des künftig größten Industriekonzerns Österreichs. Lassen sich die hohen Erwartungen trotzdem erfüllen?

Der US-Amerikaner Roger Kearns wird demnächst ein Büro im Wiener „Viertel Zwei“ beim Wiener Prater beziehen, wo auch die OMV-Zentrale steht. Er wurde vor einer Woche als CEO der Borouge Group International (BGI) präsentiert. Der neue Petrochemiekonzern ging soeben aus der Fusion der österreichischen Borealis mit Borouge Plc. in Abu Dhabi und Nova Chemicals in Kanada hervor. Als Hälfteeigentümer der BGI hatten sich die heimische OMV und die Abu Dhabi National Oil Company (Adnoc) auf Wien als Hauptsitz geeinigt. Der bisherige Nova-CEO Kearns, dem hohe Führungs- und Teamkompetenz zugebilligt wird, und seine Mannschaft sitzen künftig also nahe, aber eben auch nicht in der OMV, um eine gewisse Äquidistanz zu signalisieren.

Auch der bisherige Borealis-Boss Stefan Doboczky, der bis zum Jahreswechselnoch als heißer Kandidat für den mit September neu zu besetzenden OMV-Chefposten gehandelt wurde, übersiedelt in den BGI-Vorstand. Er wird die Vertriebsagenden verantworten.

Den Vorsitz im Aufsichtsrat übernimmt Sultan Ahmed Al Jaber, der CEO der Adnoc, deren Investmentgesellschaft XRG die Anteile an BGI hält. Ex-OMV-General Rainer Seele, bei XRG jetzt President Global Chemicals, zieht ebenfalls in das Kontrollgremium ein und trifft dort vorübergehend auf seinen Nachfolger Alfred Stern, einen der Architekten des Deals, der die OMV jedoch in Kürze verlässt. Auch Edith Hlawati, Chefin der Staatsholding Öbag, mit 31,5 Prozent größte Aktionärin der OMV, und der heimische Industriellenpräsident Georg Knill sind vertreten.

Durch einige Unterbrechungen dauerte es mehr als fünf Jahre, bis der BGI-Deal endlich in trockenen Tüchern war. Die Feierlaune ist dennoch gedämpft. Denn das in den letzten Tagen erfolgte Closing einer eigentlich bahnbrechenden Transaktion fällt auf einen denkbar ungünstigen Zeitpunkt (...)

Lesen Sie den ganzen Artikel im trend.PREMIUM vom 3. April 2026.

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