ÖGVS-Test: Die besten Gastarife

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Bei 30 Prozent Plus beim Preis steigen viele auf die Gaspreisbremse: Der ÖGVS-Test zeigt, wo das Sparpotenzial steckt.

Ordentlich aufgedreht haben die Gaspreise in laufenden Jahr, der Gaspreisindex hat im Jahresvergleich um 30 Prozent angezogen, und die steigenden Preise lassen viele Gaskunde:innen sorgenvoll auf ihr Haushaltsbudget blicken. Immerhin hat diese angespannte Lage heuer zu einem neuen Rekordwert an Anbieterwechseln geführt, wie die Aufsichtsbehörde E-Control zum Halbjahr berichtete. Mit 47.726 Haushalten suchten sich so viele wie noch nie im ersten Halbjahr 2026 einen neuen Gaslieferanten, die meisten davon in Niederösterreich. Ein Wechsel lohnt sich fast immer. Die ÖGVS – Gesellschaft für Verbraucherstudien hat sich in einer aktuellen Bestandsaufnahme angesehen, wie hoch das Sparpotenzial derzeit ist und wie sich die Anbieter präsentieren.

In der wichtigsten Teilkategorie „Konditionen“ beobachteten die Testteams eine Entwicklung, die sich bereits im Vorjahr abgezeichnet hatte. „Der österreichische Gaspreisindex ist wieder deutlich gestiegen, die Preise bleiben damit weiterhin auf hohem Niveau“, sagt ÖGVS-Projektleiterin Anja Haverkamp, „aktiv gemanagte Tarife, also Floater, haben erneut an Attraktivität verloren.“ Die E-Control rät im aktuellen Umfeld von diesen dynamischen Tarifen sogar dezidiert ab.

Die Preisunterschiede waren teils erheblich, die mitunter hohen Neukundenrabatte machten den direkten Vergleich im ersten Jahr schwierig. Auffällig ist das Bemühen der Anbieter, die Kunden dauerhaft zu halten. „Tarife mit Preisgarantien, die teils deutlich mehr als ein Jahr gelten, werden häufiger angeboten.“ Tarife ohne Mindestlaufzeit boten nur 48 Prozent der Gasanbieter an. Klar am stärksten bei den Konditionen war der Tiroler Multi-Energieanbieter Gutmann, gefolgt von der AVIA Energy Austria aus Zwettl und vom Vorjahressieger go green energy.

Ein Tipp der ÖGVS-Testteams: Beim Wechsel lohnt sich der überregionale Marktvergleich, die meisten Anbieter waren in allen 20 geprüften Postleitzahlengebieten präsent, und im Jahresvergleich offenbarte sich zudem eine größere Angebotsvielfalt. „Je mehr Varianten der Versorger anbietet, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, einen auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittenen Tarif zu finden“, sagt Haverkamp.

Das Test-Setting

Die Service- und Beratungskompetenz wurde wie üblich mit verdeckten Anrufen getestet. Erfahrungsgemäß sind Erreichbarkeit und Auskunftsfreude oft ausbaufähig. „In diesem Jahr zeigte sich allerdings wieder eine Verbesserung. Im Schnitt erreichten die Anbieter hier gute Werte“, freut sich Haverkamp. Interessant ist, dass es offenbar einen „Zusammenhang zwischen Service und Konditionen gibt. Gute Preise können tendenziell mit besserem Service einhergehen, und höhere Preise bedeuten nicht automatisch bessere Servicequalität.“ In der weichen Kategorie OnlineKomfort gab es wenig zu bemängeln. „Mehr als 80 Prozent der Anbieter überzeugten mit transparenten Auftritten“, sagt die Expertin. Knapp drei Viertel bieten Energiespartipps, bis auf zwei Anbieter hatten alle FAQs auf den Seiten. Die Website von Montana überzeugte in jeder Hinsicht, knapp gefolgt von E.ON Energie und goldgas auf Platz drei.

Über alle Kategorien hinweg erfüllte die Gutmann GmbH die gesetzten Kriterien am besten und wurde Testsieger 2026. Auf den Plätzen zwei und drei folgten go green energy und Lidl Energie.

Die ausführlichen Testergebnisse mit allen Details sind gegen 1.640 Euro zuzüglich USt. unter info@qualitaetstest.at erhältlich.

Der Artikel in im trend.PREMIUM in der Ausgabe 9. Oktober 2026 erschienen.

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