ÖGVS-Test: Die beste Eigenheimversicherung

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Vom geplatzten Aquarium bis zum Sturmschaden: Die Eigenheimversicherung deckt viele Schäden, wenn die Polizze passt.

Das Test-Setting

Passieren kann viel in den eigenen vier Wänden. Es muss kein Hochwasser sein, auch das kaputte Aquarium kann Schaden anrichten. Ein Sturm kann Gebäudeteile zerstören, Einbrecher Wertsachen erbeuten. Ob Worst Case oder Petitesse – auf die Eigenheimversicherung verzichtet kaum jemand. Es lohnt sich allerdings, die Polizze regelmäßig zu überprüfen, ob sie dem Status quo entspricht. Familiensituation, Besitz und Bauzustand ändern sich über die Zeit. Tatsächlich spannt sich der Schutzschirm einer Eigenheimversicherung breit auf: Gedeckt sind etwa Kosten für ein Hotel oder Ersatzwohnung bis hin zu Mehrkosten durch Behördenauflagen, Aufräumkosten, Haftung für Umweltschäden, Haftpflichtkomponenten und anderes mehr. ÖGVS, die Gesellschaft für Verbraucherstudien, hat sich nach zwei Jahren erneut das Angebot angesehen:

In der Hauptkategorie wurden die Prämien in Relation mit den Leistungen gesetzt: Versicherungssumme, versicherte Gefahren und Gegenstände. Hier offenbarte sich eine große Bandbreite bei den Beitragshöhen. „Durch den Wechsel in den günstigsten Tarif lassen sich bis zu 62 Prozent sparen“, sagt ÖGVS-Projektleiterin Anja Haverkamp. „Die Höhe des Einsparpotenzials ist dabei nahezu unabhängig von Region und Größe der Wohnfläche.“

Leistung geht vor Billigtarif

Der Verlockung des günstigsten Tarifs nachzugeben, ist allerdings nicht ratsam. Im Ernstfall geht es um die Leistungen, und da schneiden die billigsten Tarife „häufig schlechter ab“, so Haverkamp. Die Deckungssummen für Eigenheim-, Haushalts- und Haftpflichtversicherung variieren erheblich. In manchen Polizzen sind etwa keine Solar- oder Klimaanlagen drin, in anderen Baumaßnahmen etwa für eine Hangabsicherung nicht abgedeckt. Die Deckungen von Schmuck und Bargeld sind ebenfalls recht unterschiedlich. Mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis punktete in dieser Kategorie die Kärntner Landesversicherung, gefolgt von der Vorarlberger Landesversicherung und der muki Versicherung aus Bad Ischl.

Für die Beurteilung von Transparenz und Komfort wurden die Ausschilderungen der Vertragsbedingungen und Prämien auf der Website untersucht: Sind die Tarifvarianten und Zusatzpakete gut beschrieben und vergleichbar? Gibt es Erklärungen und Beispiele? Fast alle Anbieter präsentieren die wichtigsten Leistungen dort, und sechs der 16 stellen auch einen Online-Prämienrechner bereit. „Allerdings fehlte bei einigen Assekuranzen eine Angabe zu den Haftpflicht-Deckungssummen und eine Verlinkung der detaillierten Versicherungsbedingungen“, so Haverkamp. Sehr gut und informativ präsentierte sich hier die Zurich, gefolgt von der VAV und Wüstenrot.

Erreichbar sind die Versicherer generell gut über E-Mail, Kontaktformulare und Hotlines. Die Performance in der persönlichen Beratung ist – wie häufig bei den Testreihen zu beobachten – bedauerlicherweise mittelmäßig. „Mängel traten sowohl bei der Erreichbarkeit als auch bei der fachlichen Kompetenz des Kundendiensts zutage“, berichtet Haverkamp. In nur 69 Prozent der Fälle war der erste Anrufversuch erfolgreich. Aus dem Gespräch gingen die Testteams „teilweise ohne konkrete Antworten auf die gestellten Fragen“, so die Projektleiterin, „und selbst wenn eine Antwort erfolgte, war sie zwar nahezu immer korrekt, jedoch jedes zweite Mal nicht ausführlich.“ Ganz anders präsentierten sich die Besten in der Kategorie: Grazer Wechselseitige, Kärntner Landesversicherung und Ergo.

Über alle drei untersuchten Kategorien überzeugte schließlich die Zurich, die sich vor der Kärntner Landesversicherung und der Wüstenrot den Gesamtsieg 2026 holte.

Die ausführlichen Testergebnisse mit allen Details sind gegen 1.640 Euro zuzüglich USt. unter info@qualitaetstest.at erhältlich.

Ergebnisse im Detail

Der Artikel ist im trend.PREMIUM vom 16. Jänner 2026 erschienen.

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