ÖGVS-Test: Die besten Onlinebroker

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Ein Drittel der Österreicher:innen legt in Aktien & Co. an. Die jüngste ÖGVS-Studie zeigt, welcher Onlinebroker bei Konditionen und Service hoch im Kurs steht.

Die einen wollen ihr Vermögen über die Zeit aufbauen, die anderen ihren Wohlstand für die Pension erhalten, und viele wollen nicht einfach zusehen, wie die Inflation ihr Erspartes abschmilzt. Immer mehr Österreicher:innen versuchen, ihr Kapital gewinnbringender anzulegen. Das jüngste Aktienbarometer hat im Auftrag von Aktienforum, IV und Wiener Börse errechnet, dass mittlerweile 2,4 Millionen Menschen in Aktien & Co. anlegen, knapp ein Drittel der Bevölkerung. Anteilsmäßig am beliebtesten sind Investmentfonds/ETFs, gefolgt von Aktien und Anleihen. Viele der Anleger verwalten ihr Portfolio über Onlinebroker.

ÖGVS hat sich im Juni erneut angesehen, wie es um deren Angebot bestellt ist, und vier Onlinebroker in vier Kategorien getestet: In der Hauptkategorie wurden die Gebühren für den Handel an verschiedenen in- und ausländischen Börsenplätzen, Anleihen im Direkthandel und der Fondskauf untersucht: Depotkosten, Ausgabeaufschläge und andere Nebenkosten wie Kontoführungsgebühren waren im Fokus. Dabei wurden unter anderem Beispielorders von 5.000 oder 25.000 Euro verglichen, mit unterschiedlichen Titeln und Handelsplätzen im In- und Ausland. „Je nach Anlageverhalten ist es sinnvoll, auf verschiedene Aspekte zu achten, um den für sich günstigsten Anbieter zu finden. Für Anleger:innen, die nur wenige Positionen im Depot haben und diese lange halten, ist es sinnvoll, vor allem die Depotgebühren zu berücksichtigen“, resümiert ÖGVSProjektleiterin Christina Berger. Bei flatex ist das Depot kostenfrei, mittlerweile auch bei DADAT: „Die Depotgebühr haben wir für Neukunden gestrichen, ab 2027 gilt das auch für Bestandskunden, und bei den Konditionen justieren wir laufend nach. Zuletzt haben wir die Kosten bei der deutschen Börse gettex stark gesenkt“, sagt DADAT-CEO Ernst Huber.

Das Test-Setting

Große Unterschiede bei Ordergebühren

Wer häufiger kauft und verkauft, sollte die Ordergebühren im Blick haben. Große Unterschiede fand das Testteam auch hier. „Für eine 5.000-Euro-Aktienorder an der Wiener Börse fielen bei der Dadat 8,90, bei der Bank Direkt 13,70 Euro an“, sagt Berger. An ausländischen Handelsplätzen traten die Unterschiede stärker zutage. „Für eine 25.000-Euro-Order an der NYSE reichte das Provisionsband von 15,90 bis 48,70 Euro.“ Beim Kauf von Aktienfonds locken die Broker mit Rabatten von 50 bis 60 Prozent, bei bestimmten Fondsgesellschaften oder hohen Ordervolumina teils sogar mit noch mehr. Für Daytrader, die Echtzeitkurse für ihre Entscheidungen brauchen, sind auch diese Zusatzkosten relevant. Im Angebot haben sie alle vier, jene der Wiener Börse sind bei DADAT und easybank kostenlos. Den ersten Platz in der Kategorie Konditionen erzielte flatex.

Wenig Grund zur Beanstandung gab es in den Teilkategorien Angebotsbreite und bei der Transparenz. Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs und Zertifikate waren bei allen Brokern handelbar. „Unterschiede in der Angebotsbreite waren bei risikoreicheren Assets auszumachen“, sagt Berger. Derivate wie CFDs gab es nur bei flatex, Aktiensparpläne wiederum nur bei DADAT und flatex. Am umfangreichsten war das Handelsangebot bei der DADAT.

Tolle Websites, ausbaufähiger Telefondienst

Dass Websites funktionell und benutzerfreundlich sind, darf bei Onlinebrokern zu Recht vorausgesetzt werden. „Chartanalyse oder bestimmte Orderzusätze waren bei allen Brokern möglich, das ist positiv aufgefallen“, sagt Berger. Demoversionen und FAQs gab es überall, die Konditionen waren transparent ausgeschildert. Mit über 99 Prozent nahezu perfekt präsentierte sich in dieser Kategorie DADAT. Das hohe Niveau der Websites erreichte der telefonische Kundendienst allerdings nicht. „In manchen Fällen konnte auch nach zwei Anrufversuchen nicht mit einem Mitarbeitenden gesprochen werden“, sagt Berger. „Im Gespräch wurden die Fragen kompetent beantwortet, die Antworten waren bisweilen kurz und hätten ein wenig ausführlicher ausfallen können.“ Zu Fragen wie Konditionen, Depotwechsel oder Steuern präsentierte sich das DADAT-Team am besten.

Wie bereits vor zwei Jahren erfüllte DADAT die 128 Kriterien am besten und holte sich den Testsieg mit guten Konditionen und dem besten Kundendienst. Auf Platz zwei folgt die easybank, flatex landet auf Platz drei.

Der Artikel ist in der trend.PREMIUM-Ausgabe am 17. Juli 2026 erschienen.

Die ausführlichen Testergebnisse mit allen Details sind gegen 1.640 Euro zuzüglich USt. unter info@qualitaetstest.at erhältlich.

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Das Gesamtergebnis beim Onlinebroker-Test: DADAT holte sich den Testsieg (Note 1,4) mit guten Konditionen und dem besten Kundendienst. Auf Platz zwei folgt die easybank (1,7) sowie flatex auf Platz drei (1,9).

Der Artikel ist im trend.PREMIUM vom 17. Juli 2026 erschienen.

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