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Dies konnte die in die Höhe geschnellten Investitionsausgaben für den Ausbau Künstlicher Intelligenz (KI) aber nicht ganz wettmachen: So flossen insgesamt freie Finanzmittel aus dem Unternehmen ab. Tencent gab 52,8 Mrd. Yuan an Investitionsmitteln aus, fast dreimal so viel wie ein Jahr zuvor. Vor allem steckte das Unternehmen Geld per Vorauszahlungen in KI-Rechenleistung. Ohne diese wäre der Free Cashflow deutlich positiv ausgefallen. Tencent kämpft im KI-Rennen mit seinen Sprachmodellen um Anschluss an die Tiktok-Mutter Bytedance sowie den Handels- und Rechenzentrumsriesen Alibaba. Zudem treten in der Volksrepublik vermehrt KI-Start-ups wie Deepseek und kürzlich Moonshot auf den Plan.
Tencent macht den Auftakt zur Berichtssaison chinesischer Tech-Konzerne. Investoren erhoffen sich von diesem Aufschluss darüber, wann und wie sehr sich die stark steigenden Investitionen in KI-Technik wieder zu Geld machen lassen. Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn von Tencent stieg lediglich leicht auf 56 Mrd. Yuan.
Die Tencent-Aktie fiel in Hongkong trotz des unerwartet kräftigen Umsatzwachstums um fast 2 Prozent auf knapp 462 Hongkong-Dollar. In diesem Jahr hat das Papier fast ein Viertel verloren, umgerechnet sind das rund 139 Mrd. Euro an Börsenwert. Aktuell bringt Tencent knapp 4,2 Billionen Hongkong-Dollar auf die Waage (463,85 Mrd. Euro). Die niederländische Beteiligungsholding Prosus aus dem Euro-Stoxx-50 verlor in Amsterdam am Mittwoch zuletzt 3,6 Prozent. Prosus ist großer Aktionär von Tencent.
Tech-Investoren haben in den vergangenen Monaten ihr Geld vermehrt in Chiphersteller umgeschichtet, um schneller von dem KI-Hype zu profitieren. Elektronikchips sind wegen des überbordenden Bedarfs in KI-Rechenzentren gefragt und haben in den vergangenen Monaten eine Preisrally hingelegt. Tencent muss für solche benötigten Chips hohe Ausgaben schultern.