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Hintergrund ist der Ausstieg aus der eigenen Serienfertigung der Hochtemperatur-Elektrolyse (Solid Oxide Electrolysis Cell, SOEC). Dies führt zu negativen Einmaleffekten im EBIT von 30 Mio. Euro im vierten Quartal. Im kommenden Geschäftsjahr rechnet Thyssenkrupp Nucera mit einem positiven Effekt im EBIT von zehn Mio. Euro und im Zahlungsmittelfluss von 20 Mio. Euro. 2024/25 hatte das Unternehmen noch zwei Mio. Euro Gewinn verzeichnet.
Mit Blick auf die bisherige Geschäftsentwicklung wird Thyssenkrupp Nucera zudem bei der Umsatzerwartung für das laufende Geschäftsjahr zurückhaltender. Der Erlös soll nun bei 450 bis 500 Mio. Euro liegen, nach 845 Mio. Euro im Vorjahr. Zuvor war der Konzern am oberen Ende der Spanne von 50 Mio. Euro mehr ausgegangen. Der Auftragseingang dürfte 550 bis 670 Mio. Euro betragen, die alte Prognose belief sich auf 550 bis 850 Mio. Euro. 2024/25 war er bei 348 Mio. Euro gelegen.
Anleger zeigten sich enttäuscht. Die Thyssenkrupp-Nucera-Aktie sackte im nachbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion um drei Prozent ab. Das im MDAX notierte Unternehmen Thyssenkrupp hält etwas mehr als die Hälfte der Anteile des Elektrolyse-Spezialisten. Der Konzern hatte die Tochter Anfang Juli 2023 zu 20 Euro das Stück an die Börse gebracht. Thyssenkrupp Nucera war an der Börse nur zu Beginn ein Erfolg. In den ersten Wochen ging es bis auf etwas mehr als 25 Euro nach oben. Seitdem geht es Schritt für Schritt nach unten. Am Dienstag schloss sie bei rund 8 Euro. Der Börsenwert liegt derzeit bei einer Milliarde Euro.