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Neben Meta habe ihre Organisation auch gegen den Brillenhersteller EssilorLuxottica, die Optikerketten Fielmann, Apollo und Mister Spex sowie den Elektronik-Einzelhändler MediaMarkt Anzeige erstattet. HateAid stütze sich dabei auf ein Gesetz, das den Verkauf von Kommunikationsgeräten verbietet, die dazu bestimmt sind, Personen unbemerkt zu filmen.
"Wir nehmen die Strafanzeige sehr ernst, da wir großen Wert auf den Schutz der Persönlichkeitsrechte unserer Kunden und Dritter legen", teilte MediaMarktSaturn auf Anfrage mit. Der Brillenversender Mister Spex betonte ebenfalls, Datenschutz sehr ernst zu nehmen. Von einer Anzeige habe man aber keine Kenntnis. Die anderen Unternehmen sowie die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) in Frankfurt waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hatte bereits 2023 in einer Stellungnahme zu smarten Brillen betont, dass vernetzte Geräte zur heimlichen Audio- oder Videoaufzeichnung verboten sind. Die Behörde teilte auf Anfrage am Mittwoch mit, sie beobachte den Markt aufmerksam. Offizielle Ermittlungen habe sie bisher nicht eingeleitet. "Der Besitz, der Import oder der Verkauf von Smart-Brillen ist nicht verboten, solange die Aufzeichnungsfunktion deutlich sichtbar ist, beispielsweise durch ein optisches Signal."
HateAid beobachtet nach eigenen Angaben eine Zunahme bildbasierter digitaler Gewalt, die sich hauptsächlich gegen Frauen richte. "Mit Smart-Brillen lässt sich eine besonders unauffällige Überwachungstechnologie als Alltagsgegenstand tarnen." Einem Bericht des Senders SWR zufolge geht der Hamburger Datenschutzbeauftragte rechtlich gegen die Nutzung smarter Brillen vor.