Polytec steigerte im 1. Quartal Gewinn bei weniger Umsatz

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Weniger Umsatz nach Verkauf des UK-Geschäfts
 © Barbara Gindl, Themenbild, Apa
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Der börsennotierte oberösterreichische Autozulieferer Polytec hat in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2026 bei einem deutlich geringeren Umsatz ein höheres Ergebnis erzielt. Das Ergebnis nach Steuern kletterte auf 2,5 Mio. Euro, nach 1,0 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Grund für den Umsatzrückgang um 20,8 Prozent auf 143,7 Mio. Euro war vor allem der Verkauf des operativen Geschäfts im Vereinigten Königreich Ende 2025.

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Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich von 3,2 auf 4,3 Mio. Euro, die EBIT-Marge stieg von 1,8 auf 3,0 Prozent. Gestützt wurde das Quartalsergebnis durch positive Effekte aus dem Verkauf des Werkzeug- und Projektgeschäfts in Großbritannien sowie der Veräußerung eines Werks im belgischen Schoten. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 5,8 Prozent auf 11,5 Mio. Euro zu.

Durch den Verkauf der britischen Tochtergesellschaft reduzierte sich auch der Personalstand der Gruppe deutlich. Ende März 2026 zählte Polytec 3.076 Beschäftigte (Vollzeitäquivalente inklusive Leihpersonal) und damit um 17,1 Prozent weniger als am Vorjahresstichtag. Auch der Materialaufwand ging infolge der Verkäufe im ersten Quartal um 28,7 Prozent markant zurück.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 will das Unternehmen nach einer Pause wieder eine Dividende ausschütten. Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 2. Juni eine Dividende in Höhe von 0,20 Euro je Aktie vorschlagen. Polytec beabsichtigt nach eigenen Angaben, auch künftig wieder jährlich eine Gewinnbeteiligung auszuschütten.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Management einen Konzernumsatz zwischen 560 und 590 Mio. Euro. Der im Vergleich zum Vorjahr geringere Erlös wird neben dem UK-Verkauf auch mit der erfolgten Werksschließung im deutschen Weierbach begründet. Trotz des niedrigeren Umsatzes rechnet das Unternehmen mit einer stabilen oder leicht verbesserten Ertragslage und strebt eine EBIT-Marge von rund 3 Prozent an. Im dominierenden Automotive-Bereich geht Polytec aufgrund von Produktionsüberkapazitäten und "verschärftem Verdrängungswettbewerb" am europäischen Markt lediglich von einem geringen organischen Wachstum aus.

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