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"Trotz des anhaltenden Drucks durch regulatorisch bedingte Einschränkungen, das sich ändernde Zinsumfeld, sowie inflationsbedingte Kostensteigerungen, die sich auf unser Ergebnis auswirken, haben wir unser Kreditportfolio weiter ausgebaut und dabei eine solide Asset-Qualität und eine starke Kapitalausstattung bewahrt", so Addiko-Chef Herbert Juranek laut Aussendung vom Mittwoch. Für das Gesamtjahr ist der Bankchef zuversichtlich, die Ziele zu erreichen. Wegen Auflagen der Europäischen Zentralbank (EZB) schüttet die Bank für 2025 keine Dividende aus. Die Aufseher haben Bedenken hinsichtlich der unübersichtlichen Eigentümerstruktur.
Unterm Strich erwirtschaftete die Bank im ersten Quartal einen Gewinn nach Steuern von 10,1 Mio. Euro, nach 14,5 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Der Zinsüberschuss stieg trotz eines sinkenden Zinsniveaus um 0,4 Prozent auf 59,0 Mio. Euro. Geholfen habe hier ein Wachstum des Kreditbestands. Der Provisionsüberschuss sank dagegen um 0,9 Prozent auf 18,0 Mio. Euro. Das Nettobankergebnis blieb mit 77,0 Mio. Euro nahezu unverändert zum Vorjahr (Q 12025: 76,9 Mio. Euro).
Das operative Ergebnis wurde von Sondereffekten belastet und ging im ersten Jahresviertel von 25,3 Mio. Euro auf 20,1 Mio. Euro zurück. Zu den außerordentlichen Effekten gehörten höhere Kosten für die Einlagensicherung in Slowenien, Lohnerhöhungen, vorgezogene Marketingausgaben und geringere Erträge aus dem Treasury- und Liquiditätsmanagement. Negativ wirkten zudem neue Regularien in Kroatien und Serbien. So hat die serbische Aufsicht den Banken auferlegt, ihre Kredite um 3 Prozentpunkte günstiger anzubieten. In Kroatien wiederum werde aufgrund einer EU-Regelung sozial Bedürftigen ein gratis Konto zur Verfügung gestellt.
Die Kreditrisikovorsorgen lagen bei 6,2 Mio. Euro, nach 4,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Quote notleidender Assets (non-performing exposure/NPE) erhöhte sich leicht von 2,5 Prozent zum Jahresschluss 2025 auf 2,6 Prozent. Die NPE-Deckungsquote stieg von 81,7 Prozent auf 81,9 Prozent. Die harte Kernkapitalquote (CET1) sank von 22,4 Prozent zum Ende 2025 auf 21,7 Prozent.
Die ausführlichen Kaufangebote von RBI und NLB erwartet Addiko zwischen dem 13. und 19. Mai. Danach wollen Vorstand und Aufsichtsrat eine Stellungnahme zu den Offerten abgeben.